Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Otterndorf nehmen an einem Workshop zum Thema „Kein Raum für Missbrauch“ teil, um sich mit sexualisierter Gewalt auseinanderzusetzen. Foto: Ulrike Zauchau
Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Otterndorf nehmen an einem Workshop zum Thema „Kein Raum für Missbrauch“ teil, um sich mit sexualisierter Gewalt auseinanderzusetzen. Foto: Ulrike Zauchau
Prävention an Schulen

Projekt der Hauptschule Otterndorf: Zeichen gegen sexuellen Missbrauch

von Redaktion | 29.01.2026

An der Hauptschule Otterndorf setzen sich Siebtklässler mit sexualisierter Gewalt auseinander. Im Projekt "Kein Raum für Missbrauch" lernen Schülerinnen und Schüler, Worte zu finden, Fragen zu stellen und Hilfe anzunehmen. 

In den beiden 7. Klassen der Hauptschule Otterndorf wurde kürzlich ein Projekt mit einem äußerst sensiblen Thema durchgeführt: sexualisierte Gewalt.

Unter dem Titel "Kein Raum für Missbrauch" organisierte die Erziehungsberatungsstelle des Landkreises Cuxhaven einen Workshop, der die Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen soll, sich mit diesem schwierigen Thema auseinanderzusetzen.

Worte finden für ein sensibles Thema

Die Psychologinnen Frau Burlage und Frau Grell leiteten den Workshop und boten den Schülerinnen und Schülern Übungen an, um das oft schwer fassbare Thema zu beleuchten. Viele Kinder haben Schwierigkeiten, die richtigen Worte zu finden, wenn es um sexualisierte Gewalt geht. Das Projekt bietet ihnen die Möglichkeit, ihre eigenen Meinungen zu entwickeln und darüber nachzudenken.

Die geschulten Fachkräfte der Erziehungsberatungsstelle stehen den Schülerinnen und Schülern nicht nur während der Workshops zur Seite, sondern bieten auch Beratung und Unterstützung für den Fall, dass jemand besonders betroffen ist. Zudem begleiten Vertreterinnen der sozialen Arbeit von der Schule das Projekt und stehen den Schülerinnen und Schülern als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung. Ein Bestandteil des Projekts war die Vorführung eines Trickfilms, der kindgerecht Situationen sexualisierter Gewalt darstellt. Durch die Animation wird eine angemessene Distanz geschaffen, die es den Kindern erleichtert, sich mit den Inhalten auseinanderzusetzen.

Siebtklässler der Hauptschule Otterndorf nehmen am Projekt "Kein Raum für Missbrauch" teil, um Bewusstsein für sexualisierte Gewalt zu schaffen. Foto: Ulrike Zauchau

Offener Austausch in geschützten Gruppen

In separaten Gruppenarbeiten, in denen Jungen und Mädchen getrennt arbeiteten, hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, ihre eigenen Erfahrungen und Fragen zu teilen. Diese Form der Auseinandersetzung ermöglichte einen offenen Austausch und förderte das Verständnis für das Thema. Viele Schülerinnen und Schüler äußerten sich positiv über das Projekt. "Das Projekt macht schlauer", und "Wir können viel lernen".

Ulrike Zachau, Sozialpädagogin der Schule, fragte die Schülerinnen und Schüler nach ihrer Meinung zum Projekt und ob es auch für die nächste 7. Klasse sinnvoll wäre. Die Antwort war eindeutig: Alle Schülerinnen und Schüler befürworteten die Fortsetzung des Projekts. Besonders Leena betonte: "Vor allem lernten wir, dass es wichtig ist, mit jemandem zu reden, wenn wir sexualisierter Gewalt begegnen." Das Projekt "Kein Raum für Missbrauch" habe nicht nur Wissen vermittelt, so die Sozialpädagogin, sondern auch das Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler geschärft. Es zeige, wie wichtig es ist, über solche Themen zu sprechen und Unterstützung zu bieten. Die Hauptschule Otterndorf setzt mit diesem Engagement ein Zeichen für eine sichere und respektvolle Umgebung für alle Schülerinnen und Schüler. (

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