Rätseln über aus dem Wasser ragendes Rohr vor Otterndorf: Was dahintersteckt
Ein aus dem Wasser ragendes Rohr vor Otterndorf (Landkreis Cuxhaven) zieht aktuell Blicke auf sich. Passanten rätseln, was hinter der Konstruktion stecken könnte. CNV-Medien klärt auf.
Vor Otterndorf ragt seit einiger Zeit ein Rohr aus dem Wasser, das Fragen aufwirft. Der Pressesprecher vom Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA), Kai Ewers, klärt über die Maßnahme auf.
Bei dem Rohr handelt es sich um ein sogenanntes Spülrohr. "Mit diesem können Sedimente, die zuvor aufgenommen wurden und mit viel Wasser vermischt wurden, über die Rohrleitung an einen bestimmten Ort gepumpt werden", erklärt Ewers. Dies geschehe beispielsweise regelmäßig bei Sandvorspülungen zur Elbunterhaltung. Dabei geht es darum, einen Strand oder ein Ufer vor Sturmfluten zu schützen, um Landverluste zu vermeiden.
Vor Otterndorf, bei der Fahrwassertonne Nummer 44 in Höhe des Badestrandes und nördlich des Elbfahrwassers, handelt es sich jedoch um eine Unterhaltungsmaßnahme der Unterwasserablagerungsfläche (UWA) Medemrinne, teilt Ewers auf NEZ/CN-Nachfrage mit. Bei der Maßnahme handle es sich um eine Verfüllung eines Kolks, eine lokale, strömungsbedingte Vertiefung, mit Sedimenten aus der Unterhaltungsbaggerung der Elbe, erläutert der WSA-Pressesprecher. Die Durchführung erfolge nach Bedarf und nicht in regelmäßigen Zeitabständen.
"Die Baustelleneinrichtung erfolgte im März und die Einspülung ist witterungsbedingt bis Ende Juni geplant. Im Anschluss wird die Baustelle wieder geräumt." Durchgeführt wird der Vorgang durch die Arbeitsgemeinschaft der Unterhaltungsbaggerei im Auftrag des WSA Elbe-Nordsee.
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