Vor Otterndorf in Höhe des Badestrandes und nördlich des Elbfahrwassers ragt das Rohr aus dem Wasser. Foto: Kramp
Vor Otterndorf in Höhe des Badestrandes und nördlich des Elbfahrwassers ragt das Rohr aus dem Wasser. Foto: Kramp
Vor dem Grünstrand

Rohr ragt vor Otterndorf aus dem Wasser: Unterhaltungsmaßnahme sorgt für Aufsehen

von Märthe Werder | 14.05.2026

Ein aus dem Wasser ragendes Rohr vor Otterndorf (Landkreis Cuxhaven) zieht aktuell Blicke auf sich. Hinter der Konstruktion verbirgt sich eine Maßnahme des Küstenschutzes, die das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) durchführt.

Vor Otterndorf ragt seit einiger Zeit ein Rohr aus dem Wasser, welches Fragen aufwirft. Der Pressesprecher vom Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA), Kai Ewers, klärt über die Maßnahme auf.

Bei dem Rohr handelt es sich um ein sogenanntes Spülrohr. "Mit diesem können Sedimente, die zuvor aufgenommen wurden und mit viel Wasser vermischt wurden, über die Rohrleitung an einen bestimmten Ort gepumpt werden", erklärt Ewers. Dies geschehe beispielsweise regelmäßig bei Sandvorspülungen zum Küstenschutz. Dabei geht es darum, einen Strand oder ein Ufer vor Sturmfluten zu schützen, um Landverluste zu vermeiden.

Vor Otterndorf, bei der Fahrwassertonne Nummer 44 in Höhe des Badestrandes und nördlich des Elbfahrwassers, handelt es sich jedoch um eine Unterhaltungsmaßnahme der Unterwasserablagerungsfläche (UWA) Medemrinne, teilt Ewers auf Nachfrage mit. Bei der Maßnahme handle es sich um eine Verfüllung eines Kolks, eine lokale, strömungsbedingte Vertiefung, mit Sedimenten aus der Unterhaltungsbaggerung der Elbe, erläutert der Pressesprecher. Die Durchführung erfolge nach Bedarf und nicht in regelmäßigen Zeitabständen.

"Die Baustelleneinrichtung erfolgte im März und die Einspülung ist witterungsbedingt bis Ende Juni geplant. Im Anschluss wird die Baustelle wieder geräumt." Durchgeführt wird der Vorgang durch die Arbeitsgemeinschaft der Unterhaltungsbaggerei im Auftrag des WSA Elbe-Nordsee.

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