Ein wichtiger Tag für Otterndorf: Zwei Förderbescheide mit einer Gesamtsumme von 3,5 Millionen Euro bringen den Neubau der Strandpromenade auf den Weg. Foto: Kramp
Ein wichtiger Tag für Otterndorf: Zwei Förderbescheide mit einer Gesamtsumme von 3,5 Millionen Euro bringen den Neubau der Strandpromenade auf den Weg. Foto: Kramp
Tourismus

Millionenprojekt an der Nordsee: Otterndorf gestaltet Strandpromenade komplett neu

von Wiebke Kramp | 31.01.2026

Die Stadt Otterndorf erhält 3,5 Millionen Euro für die Neugestaltung ihrer Strandpromenade. Mit einer Länge von 800 Metern soll sie nicht nur Touristen anlocken, sondern auch die Lebensqualität für Einheimische steigern.

Es hat einige Zeit, viele Ideen und Diskussionen gedauert, nun ist ein wichtiger Meilenstein für den Bau der neuen Strandpromenade in Otterndorf erreicht und bietet Grund zum Jubel. Eine Förderung von insgesamt 3,5 Millionen Euro erhält man schließlich nicht jeden Tag. Otterndorfs Bürgermeister Claus Johannßen und Stadtdirektor Frank Thielebeule freuten sich gemeinsam mit Vertretern aus Rat und Verwaltung sehr, zu diesem Anlass den niedersächsischen Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Wunderling-Weilbier und Dr. Henry Arends vom Amt für Regionale Landesentwicklung in den Seelandhallen zu begrüßen.

Gesamtkosten: 4,7 Millionen Euro

Diese Förderbescheide decken ein Gros der Baukosten ab, die Maßnahme beläuft sich auf insgesamt 4,7 Millionen Euro. Die Standpromenade wird auf rund 800 Metern neugestaltet und touristisch aufgewertet. Zum Verweilen sollen kleine Sitzecken und größere, ansprechend gestaltete Flächen. Für den Radverkehr ist eine separate Trasse geplant. Vorgesehen sind zudem insgesamt fünf barrierearme Strandzugänge. Es entsteht auch eine Toiletten-Anlage. Bei der Planung steht auch die Gewährleistung des Hochwasserschutzes im Vordergrund. Ausdrücklich gelobt wurde, dass das Wasser- und Schifffahrtsamt mit im Boot gewesen sei.

Der 1. Spatenstich soll am 15. April erfolgen, kündigte Claus Johannßen an. Für das Vorhaben lägen bereits vier Angebote von Unternehmen vor. In diesem und im nächsten Jahr werde die neue Promenade aus deichrechtlichen Gründen in zwei Abschnitten jeweils zwischen Mitte April und Mitte Oktober gebaut. Er und Frank Thielebeule planen eine Einwohnerversammlung, denn es müsse beim Bau viel Erde mit Lkw bewegt werden, was zu Unmut führen könne.

Ein wichtiges Dokument aus dem Innenministerium übergab Staatssekretär Wunderling-Weilbier (l.) an die Otterndorfer.

Das Land Niedersachsen fördert die Aufwertung der Strandpromenade und des Deichvorlandes mit drei Millionen Euro aus Landesmitteln, die über die NBank bereitgestellt werden.  Der Promenadenbau ist Teil der Tourismusförderung, mit der das Land gezielt in überregional bedeutsame touristische Infrastruktur investiert, um Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und Wertschöpfung für kleine und mittlere Unternehmen zu ermöglichen.

Staatssekretär Wunderling-Weilbier meinte bei der Überreichung: Mit der Förderung der Strandpromenade werde gezielt in eine leistungsfähige touristische Infrastruktur an der niedersächsischen Nordseeküste investiert. Das Projekt verbinde Aufenthaltsqualität, Barrierearmut und funktionale Anforderungen wie Hochwasserschutz und Mobilität. Davon profitierten nicht nur die Gäste, sondern auch die Menschen vor Ort und die regionale Wirtschaft. Ausdrücklich lobte er das gute Zusammenspiel aller Akteure.

Nicht nur Niedersachsen, auch Hamburg beteiligt sich

Die Metropolregion Hamburg beteiligt sich mit weiteren 500.000 Euro. Bei der Übergabe betonte Dr. Henry Arends vom Amt für Regionale Landesentwicklung "Es sind solche lokale Projekte, die die Metropolregion ehren." Die Nordseeküste sei ein bedeutsames Reiseziel in der Metropolregion. Die Region ziehe jährlich zahlreiche Gäste an. Mit der Erneuerung der Strandpromenade werde die nachhaltige Entwicklung und Lebensqualität der Region unterstützt - für Gäste und Einheimische gleichermaßen. Weitere Mittel stammen aus dem Eigenanteil der Stadt Otterndorf.

Landtagsabgeordneter Claus Seebeck unterstrich: "Wir brauchen Kommunen, die im Tourismus vorangehen und wir brauchen für das erholsame Moment schöne Angebote am Wasser." 

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Wiebke Kramp

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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