Nach einem Pfefferspray-Einsatz in einem Supermarkt in Stade wurden mehrere Kunden verletzt. Foto: Bernd Weißbrod/dpa
Nach einem Pfefferspray-Einsatz in einem Supermarkt in Stade wurden mehrere Kunden verletzt. Foto: Bernd Weißbrod/dpa
Polizei sucht Täter

Pfefferspray-Attacke in Stade: Streit im Supermarkt verletzt bis zu 50 Menschen

von Redaktion | 27.03.2026

Ein Streit im Kassenbereich eskaliert: In einem Stader Supermarkt kommt es zu einer Auseinandersetzung, bei der Pfefferspray eingesetzt wird. Dutzende Kunden und Mitarbeitende werden getroffen. Die Polizei sucht nun nach den Angreifern.

Mehrere Notrufe gingen am Donnerstagabend (26. März 2026) bei der Stader Polizei ein: Im Kaufland an der Freiburger Straße habe es eine körperliche Auseinandersetzung zwischen vier Männern gegeben.

"Als die Polizei eintraf, saß ein 24-jähriger Stader mit stark geröteten Augen und gerötetem Gesicht vor dem Haupteingang", berichtet Matthias Bekermann, Sprecher der Polizeiinspektion Stade.

24-Jähriger "erheblich" alkoholisiert

Der Begleiter des 24-Jährigen erklärte den Polizisten demnach, dass der 24-Jährige vor dem Kassenbereich mit einer dreiköpfigen Personengruppe in Streit geraten sei - zunächst verbal. Der Konflikt sei dann körperlich geworden, bis ein Mann aus der Gruppe den 24-Jährigen mit Pfefferspray besprühte. Laut Bekermann hat ein unabhängiger Zeuge diese Angaben bestätigt.

Mit einer Augenspülung verschafften die Beamten dem Opfer der Pfefferspray-Attacke erste Erleichterung. "Der 24-Jährige stand während der Sachverhaltsaufnahme augenscheinlich unter erheblichem Alkoholeinfluss", teilt Stades Polizeisprecher mit. Der Mann habe weder sachdienliche Angaben gemacht noch sich an einer Strafverfolgung interessiert gezeigt. Auch eine weitere medizinische Versorgung habe der 24-Jährige abgelehnt.

Kunden und Mitarbeiter bekommen Pfefferspray ab

Allerdings ist der 24-Jährige nicht das einzige Opfer der Pfefferspray-Attacke: Da der Reizstoff im laufenden Betrieb des Supermarkts versprüht wurde, wurden nach Polizeiangaben schätzungsweise 30 bis 50 Kunden und Mitarbeitende leicht beeinträchtigt.

Die Angestellten lüfteten das Geschäft umgehend. "Weitere ernsthafte Beeinträchtigungen durch den Reizstoff wurden nicht bekannt", sagt Matthias Bekermann. Kurz nach dem Vorfall schloss der Supermarkt regulär.

Wer hat Hinweise zu den Angreifern?

Die Polizei hat die Videoaufzeichnungen, die während des Vorfalls im Markt gemacht wurden, gesichert. Die Beamten leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein. Dafür bittet Bekermann um Hilfe: Wer Hinweise zu den drei Männern geben kann, aus deren Gruppe der Angriff mit dem Reizstoff erfolgte, meldet sich bitte bei der Polizei in Stade unter (0 41 41) 10 20. (set)

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