Tier wie Mensch sollte man im Sommer niemals in geparkten Autos lassen – diese entwickeln sich schnell zur Todesfalle. Symbolfoto: dpa/Robert Günther
Tier wie Mensch sollte man im Sommer niemals in geparkten Autos lassen – diese entwickeln sich schnell zur Todesfalle. Symbolfoto: dpa/Robert Günther
Tierrettung

Polizei schlägt Autoscheibe in Bremerhaven ein: Hund vor Hitzetod gerettet

von Redaktion | 31.08.2026

In der prallen Sonne eingesperrt und ohne Wasser: In Bremerhaven hat die Polizei einen Hund aus einem Auto befreit. Die Beamten mussten dafür eine Scheibe einschlagen. Der Halter zeigte später wenig Verständnis für den Einsatz.

Die Polizei hat am Sonntag (30. August 2026) einen kleinen Hund aus einem verschlossenen Auto in Bremerhaven befreit. Das Tier befand sich nach Angaben der Polizei in einer mutmaßlich lebensgefährlichen Situation in der Keilstraße im Stadtteil Mitte.

Gegen 17 Uhr meldeten aufmerksame Passanten der Leitstelle, dass sich seit längerer Zeit ein Hund in einem verschlossenen Auto befinde. Das Tier soll stark hecheln, zudem gebe es keine Anzeichen dafür, dass sich die Situation zeitnah verbessere.

Beim Eintreffen der Beamten bestätigte sich der Eindruck der Passanten. Der Hund wirkte deutlich überhitzt. Trinkwasser hatte er nicht, die Klimaanlage war ausgeschaltet. Der schwarze Wagen stand mit dem eingesperrten Vierbeiner vollständig verschlossen in der prallen Sonne. Laut allgemeiner Hitzeskalen dürften im Innenraum Temperaturen von mehr als 40 Grad geherrscht haben.

Beamte schlugen Seitenscheibe ein

Ein Versuch, den Halter des Fahrzeugs zu erreichen, schlug fehl. Während die Einsatzkräfte die Maßnahmen vor Ort koordinierten, verschlechterte sich der Zustand des Hundes laut Polizei so stark, dass sie zur unmittelbaren Rettung des Tierlebens eine Seitenscheibe einschlugen und die Tür öffneten.

Anschließend versorgten die Beamten den erschöpften Terrier. Außerdem stellten sie Wertgegenstände aus dem Fahrzeug sicher und verschlossen die eingeschlagene Scheibe gegen Witterungseinflüsse. Den Hund brachten sie in ein Tierheim.

Später meldete sich der 58 Jahre alte Fahrzeughalter beim Polizeirevier und äußerte Unverständnis über die getroffenen Maßnahmen. Die Beamten fertigten eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

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