Projektwoche in Otterndorf: Schüler backen ihr eigenes Brot
Fachkräfte werden knapp und Auszubildende immer weniger. Die Schulen versuchen diesem Trend mit Projekten und Ausbildungsmessen entgegenzuwirken. So auch die Otterndorfer Realschule. Hier lernten die Schüler gerade wie aus Korn Brot wird.
Die Projektwoche "vom Korn zum Brot" startete für die Schüler am Mittwoch mit einem Besuch in der Backstube bei Bäcker Schröder in Otterndorf. Inhaber Thomas Schröder zeigte den Kindern und Jugendlichen, wie er Brote und Brötchen backt. Auch die Schüler packten kräftig mit an.
14 Brote backten sie gemeinsam mit dem Fachmann. Die Kinder durften den Teig abwiegen und ihn in die richtige Form bringen. Die Gruppe der Backstuben-Besucher bestand aus zehn Schülerinnen und Schülern von der Jahrgangsstufe sechs bis acht.
Die Feinschliffe in der Backstube
Nachdem die Jugendlichen den Teig geformt hatten, bestrich Schröder die Leibe mit Wasser und tauchte sie in verschiedene Körnermischungen. "Einen Schönheitswettbewerb gewinnen wir damit nicht, aber es geht ja um den Geschmack", witzelte der Bäckereiinhaber. Die fertigen - aber noch rohen - Brote kamen dann in einer Backform in den Ofen.
Anschließend stellte sich Thomas Schröder den Fragen der Kinder und Jugendlichen. Dabei erklärte er, wie die Ausbildung zum Bäcker abläuft und welche Aufgaben ein Lehrling hat. Außerdem zeigte er den neugierigen Schülern die verschiedenen Zutaten für Brote und Brötchen.
Das Ziel der Projektwoche
"In erster Linie geht es darum, die Produktionsschritte vom Korn zum Brot zu erläutern", erklärt Ursula von Essen, Projektleitung "Hybrid auf Kurs! ,Bewerbertrecker'". Nach dem Besuch der Backstube wurden die Kinder am zweiten Tag in Zweiergruppen eingeteilt und durften sich aussuchen, welchen Ausbildungsbetrieb oder Ausbildungsberuf sie besuchen und ausprobieren möchten. Zur Auswahl standen: die landwirtschaftlichen Betrieb von Horsten in Osterbruch und Christian Mushardt aus Belum sowie der Maschinenhof Niemczyk aus Altenbruch (Fachkraft für Agrarservice) und Raiffeisen-Markt in Otterndorf und Freiburg-Elbe (Groß- und Außenhandelskaufmann).
Nach den Besuchen bei den verschiedenen Betrieben hatten die Jugendlichen am dritten Tag Zeit, ihre Ergebnisse in einer Präsentation zusammenzutragen. "In welcher Form das stattfindet, müssen sich die Schüler noch aussuchen. Unter anderem stehen als Präsentationsmöglichkeiten ein Tagebucheintrag oder ein kurzes Video zur Auswahl", erzählt von Essen. Die Präsentationen sind dann am Tag der offenen Tür in der Realschule am kommenden Sonnabend, 3. Juni, zu sehen.