Einsatzkräfte der Feuerwehr untersuchen die Lokomotive im Bahnhof Hammah, nachdem Rauchwolken aufgestiegen sind. Foto: Rolf Hillyer-Funke
Einsatzkräfte der Feuerwehr untersuchen die Lokomotive im Bahnhof Hammah, nachdem Rauchwolken aufgestiegen sind. Foto: Rolf Hillyer-Funke
Feueralarm in Regionalbahn

Rauch steigt plötzlich aus dem Zug nach Cuxhaven - Bahnstrecke zeitweise gesperrt

von Redaktion | 20.05.2026

Schreckmoment auf der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Cuxhaven: Aufsteigende Rauchwolken an einem Zug der Start Unterelbe haben am Dienstagnachmittag im Bahnhof Hammah (Kreis Stade) einen Einsatz von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst ausgelöst.

Um 17.23 Uhr wurde am Dienstagnachmittag (19. Mai 2026) eine Reihe von Feuerwehren alarmiert. "Es war gemeldet worden, dass eine Lokomotive im Bahnhof Hammah brennt", berichtet der Sprecher der Feuerwehren der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten, Rolf Hillyer-Funke.

Rauchwolken steigen aus Lokomotive auf

Am Bahnsteig 1 im Bahnhof Hammah stand ein Zug der Start Unterelbe, der in Richtung Cuxhaven weiterfahren sollte. Am hinteren Ende des Zugs befand sich die Lokomotive, von der Rauchwolken aufgestiegen waren.

"Zum Glück stellte sich heraus, dass die Lokomotive nicht in Brand geraten war, sondern der Verlust von Kühlflüssigkeit für die Dampfwolken verantwortlich gewesen war", gibt Hillyer-Funke Entwarnung.

Bahnstrecke gesperrt

Nachdem die Bahnmitarbeiter die Alarmierung abgesetzt hatten, wurden die üblichen Notfallmaßnahmen eingeleitet. Die Passagiere hatten die Waggons verlassen und hielten sich auf dem Bahnsteig oder in der Nähe auf.

Die Bahnstrecke wurde in beide Richtungen gesperrt. Schnell waren Notfall-Manager der Bahn, Feuerwehren, Rettungsdienst und Polizei vor Ort.

Kühlflüssigkeit läuft ins Gleis

Von der Kreisfeuerwehr Stade waren Führungskräfte der Umwelteinheit alarmiert worden, die an der Lok und im Gleisbett Untersuchungen wegen des vermuteten Austritts schädlicher Stoffe vornahmen.

"Diese Untersuchungen in Zusammenarbeit mit dem Bahnpersonal ergaben, dass etwa 580 Liter Kühlflüssigkeit, bestehend aus Wasser und Glycerin, aus der Lokomotive ausgetreten waren", teilt der Feuerwehrsprecher mit. Nach Rücksprache mit weiteren Fachberatern und Verantwortlichen wurde die Feuerwehr Hammah beauftragt, das Gleisbett und den Untergrund mit Löschwasser zu verdünnen, nachdem die defekte Lokomotive entfernt worden war.

Reisende stranden am Bahnhof Hammah

Während eine weitere Lokomotive für das Abschleppmanöver aus Hemmoor auf dem Weg war, konnten alle Einsatzkräfte, außer der Feuerwehr Hammah, den Einsatz beenden.

"Die Zugreisenden mussten derweil ausharren, bis eine Weiterreise organisiert werden konnte", so Hillyer-Funke. (set)

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