Steuer-Razzia: 17 Objekte in Hemmoor und Hechthausen durchsucht
Ein großangelegter Einsatz der Steuerfahndung sorgt in Hemmoor und Hechthausen für Aufsehen. Im Visier: 17 Objekte, die dort im Rahmen umfassender Ermittlungen durchsucht wurden. Insgesamt kam es bundesweit zu 22 Untersuchungen.
Ein Großaufgebot an vereinten Einsatzkräften aus Polizei und Zoll in Hemmoor und Hechthausen zog am Mittwochnachmittag die Aufmerksamkeit von Anwohnern und Passanten auf sich. Die Nachfrage unseres Medienhauses ergab, dass es sich dabei um großangelegte Untersuchungen der Steuerfahndung handelte - und zwar in einer weit über diese Region hinausgehenden Dimension.
In insgesamt 22 Objekten in Niedersachsen, Hamburg und München wurden laut Stephan Hertz, Sprecher der Polizeiinspektion Cuxhaven, Ermittlungen vorgenommen. Auf Nachfrage aus der Redaktion der Niederelbe-Zeitung/Cuxhavener Nachrichten sagte er: "Der Schwerpunkt mit 17 Objekten lag dabei in Hemmoor und Hechthausen." Dabei habe es sich sowohl um Gewerbe- als auch um Wohnimmobilien gehandelt. Mehr war zu den Hintergründen nicht zu erfahren, denn die Polizeiinspektion Cuxhaven sei lediglich unterstützend tätig gewesen.

Auch wenn sich die Kräfte von Polizei und Zoll offensichtlich bemühten, möglichst unauffällig vorzugehen, wurden sie und ihre Fahrzeuge sowohl vor Privatwohnungen als auch vor Gewerbeobjekten wie Imbissen in Hechthausen und Hemmoor bemerkt.
Finanzamt und Staatsanwaltschaft zuständig
Auch in einem Mehrfamilienhaus Am Hamfeld in Hemmoor-Warstade kam es zur Razzia. Dort wurde ein Hundeführer bemerkt. Weitere Kontrollen gab es nach Kenntnis unseres Medienhauses in Hemmoor-Basbeck in einem weiteren Mehrfamilienhaus im Georgsweg. Vor dem Haus standen drei Fahrzeuge von Polizei und Zoll. Weitere Einsatzfahrzeuge fielen vor dem Hemmoor-Center auf.
Keine Zahlenangaben gab es zum genauen Aufgebot, nur dass Kräfte der Polizeiinspektionen Cuxhaven, Diepholz und Stade, des Hauptzollamtes Bremen und der Zentralen Polizeidirektion Oldenburg zum Einsatz kamen.

Verantwortlich für die steuerrechtlichen Ermittlungen sind das Finanzamt für Fahndung und Strafsachen Lüneburg sowie die Staatsanwaltschaft Stade. Über Hintergründe kann nur spekuliert werden. Die zuständige Staatsanwaltschaft Stade ist zur Verschwiegenheit dieser Ermittlungen ebenso verpflichtet wie die Lüneburger Finanzbehörde.
Julia Birk, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Stade, erläuterte im Telefonat: "Wir dürfen aus Gründen des Steuergeheimnisses nach Paragraf 30ao nichts dazu sagen." Darauf berief sich auch Vera Novotny, Vorsteherin des Finanzamtes für Fahndung und Strafsachen. Dieses Gesetz sagt aus, dass Amtsträger und die diesen gleichgestellten Personen das Steuergeheimnis zu wahren haben.

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