Das Krankenhaus Land Hadeln hat einen neuen Leiter der Zentralen Notaufnahme. Foto: Kramp
Das Krankenhaus Land Hadeln hat einen neuen Leiter der Zentralen Notaufnahme. Foto: Kramp
Aus dem Krankenhaus Land Hadeln

Rückkehr in die Notaufnahme der Klinik in Otterndorf

von Wiebke Kramp | 24.04.2023

An das Krankenhaus Land Hadeln in Otterndorf kehrt ein Bekannter zurück. Und er wird mit offenen Armen empfangen. Der Verwaltungsdirektor freut sich, dass die Notaufnahme der Klinik kompetent besetzt werden konnte. Aber es gebe auch eine neue Vakanz.

Aber zunächst zeigt sich der Krankenhausdirektor Andreas Knust sehr glücklich, dass es in der Notaufnahme eine Neubesetzung gibt, Und dies mit einem Mediziner, der für die Notfallmedizin brennt. Und zwar so sehr, dass er auch für den Rettungsdienst des DRK Dienste als Notarzt wahrnimmt. Lars Ney fährt mit dem Einsatzwagen selbst  zu den Akutfällen.

Ein knappes halbes Jahr wirkte der Arzt, an der Klinik in Stade, bevor es ihn dann doch wieder nach Otterndorf zog. Hier wirkt er nun als ärztlicher Leiter für Notfallmedizin und ist damit für die Zentrale Notaufnahme zuständig. Der  Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie steht  für Verbesserungen der Organisation in der Notaufnahme. ""Es geht in erster Linie darum, die Organisation und die Abläufe so zu gestalten, dass sie für unsere Patienten so optimal wir möglich sind." Dazu zähle auch die Entwicklung von Standards sowie eine Struktur, die auch andere Abteilungen des Hauses enger einbeziehe.

Notaufnahme läuft im Drei-Schicht-Betrieb

Die Zentrale Notaufnahme an der Klinik in Otterndorf mit ihren insgesamt zehn Pflegekräften wird rund um die Uhr in einem Drei-Schicht-System betrieben. Schätzungsweise zwei Drittel der Patienten komme eigenmächtig, das restliche Drittel mit dem Rettungsdienst. Es gelte ein Triage-System nachdem die Behandlungs-Priorität festgelegt werde. "Wir merken schon seit einiger Zeit einen Anstieg der Zahlen in der Notaufnahme, das hat sicherlich auch damit zu tun, dass es weniger Hausärzte gibt", sagt Verwaltungsdirektor Knust.

 Am Herzen liegt Lars Ney die notfallmedizinische Fortbildung. "Die möchte ich hier im Haus verbessern sowie die innerklinische Weiterbildung mehr ausbauen." Auch die Ausbildung von künftigen Notärzten hat er auf seine Agenda gesetzt. Er verfügt über die dafür notwendige Weiterbildungsermächtigung. So kann er junge  Mediziner im Einsatzwagen mitnehmen und ihnen ermöglichen, bei ihm die notwendigen praktischen Stunden zu absolvieren, die einer Prüfung vorgeschaltet sind." Das könnte für Assistenzärzte interessant sei", glaubt er.

Chefarzt der Inneren hat gekündigt

Die eine Lücke ist jetzt mit Lars Neys Rückkehr geschlossen. Aber jetzt tut sich eine neue Vakanz aus. Dr. Nils Krähmer, Chefarzt der Inneren, habe aus familiären Gründen gekündigt und nun sei man auf der Suche nach einer Nachbesetzung. Zudem seien  auf der Inneren auch noch Oberarztstellen offen, räumt Verwaltungschef Knust ein. Er hofft auf zügige Abhilfe. Gegenwärtig werden die Vakanzen durch Honorarärzte kompensiert - aber das ist für eine Klinik eine deutlich teurere Lösung.

Daher zeigt sich der Verwaltungschef angesichts der chirurgischen Abteilung mit Blick in die nahe Zukunft hoch zufrieden: "Ab Juni können wir dort komplett auf Honorarärzte verzichten. Jetzt sind sie dort meist im Nachtdienst eingesetzt." Für mehr Attraktivität bei Medizinern sorge Weiterbildungsermächtigung für den Bereich Unfallchirurgie, die das Krankenhaus vor kurzem erhalten habe. Die habe bereits dafür gesorgt, dass ein Assistenzarzt an die Otterndorfer Klinik zurückkehrte, die er zunächst mangels Weiterbildung verlassen hatte.

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Wiebke Kramp

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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