Schnee und Streik im Kreis Cuxhaven: So geht es in den kommenden Tagen weiter
Winterliche Straßenverhältnisse und ein Warnstreik bringen den Kreis Cuxhaven am Donnerstag teilweise zum Erliegen. Geschlossene Schulen und ein eingeschränkter Nahverkehr bestimmen den Alltag. So geht es weiter.
Schnee und ein Warnstreik sorgten am Donnerstag (5. Februar 2026) im Kreis Cuxhaven für Einschränkungen. Schulen blieben geschlossen, der Verkehr kam ins Stocken. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte bereits vorab auf seiner Website vor leichtem Schneefall im Raum Cuxhaven gewarnt. Erwartet wurden ein bis fünf Zentimeter Schnee zwischen 6 bis 15 Uhr und verbreitet sollte es glatt werden. Zeitgleich war der Winterdienst wegen eines Streiks weiter stark eingeschränkt.
Aufgrund des Warnstreiks im öffentlichen Dienst gab es erneut auch regionale Einschränkungen im Straßenbetriebsdienst auf den Bundes- und Landesstraßen des Geschäftsbereichs Stade. Trotzdessen war zu beobachten, dass Straßen geräumt und gestreut waren - dank der Notdienstvereinbarungen.
Notdienstvereinbarungen mit Gewerkschaften
"Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) stellt über Notdienstvereinbarungen mit den Gewerkschaften sicher, dass der Winterdienst in eingeschränkter Form gewährleistet ist", teilte Carolin Selle Pressesprecherin des Geschäftsbereich Stade auf Anfrage von CNV-Medien mit. "Unter Umständen kann es dabei zu Verzögerungen kommen. Verkehrsteilnehmende müssen daher insbesondere bei winterlichen Witterungsverhältnissen mit Beeinträchtigungen rechnen und die Landesbehörde bittet weiterhin für die Dauer des Streiks alle Verkehrsteilnehmenden um erhöhte Aufmerksamkeit und Vorsicht", führte sie weiter aus.

Erneuter Schulausfall im Kreis Cuxhaven
Aufgrund dieser unsicheren Verkehrslage fiel erneut auch der Unterricht an allen Förderschulen sowie an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen im Landkreis und in der Stadt Cuxhaven aus, einschließlich des Kreisgymnasiums Wesermünde. Die BBS Cuxhaven und Schiffdorf boten Distanzunterricht an. Eine Notbetreuung war nach Angaben des Landkreises Cuxhaven sichergestellt. Am Freitag (6. Februar 2026) findet der Unterricht wieder statt, wie Simone Starke, Pressesprecherin des Landkreises Cuxhaven, mitteilt.
Wetterbedingt stellte auch der Bücherbus seinen Betrieb ein. Die Touren am Donnerstag konnten nicht durchgeführt werden. Um Nachteile für Leserinnen und Leser zu vermeiden, verlängerte der Landkreis alle Leihfristen automatisch.
Busse stark betroffen, Bahn mit wenigen Ausfällen
Auch im Busverkehr kam es zu Einschränkungen. Zahlreiche Linien der KVG Cuxhaven entfielen vollständig, wie das Unternehmen auf seiner Website ankündigte. Weitere Fahrten verspäteten sich oder konnten Haltestellen nicht bedienen. Die KVG bat alle Fahrgäste darum, mehr Zeit einzuplanen und sich vor Fahrtantritt über die aktuellen Verbindungen zu informieren. Die EVB meldete überwiegend planmäßigen Zugverkehr, drei Verstärkerzüge zwischen Buxtehude und Harsefeld fielen lediglich aus und auch auf der Strecke des RE5 von Start Unterelbe zwischen Hamburg und Cuxhaven kam es zu keinen witterungsbedingten Ausfällen oder Verspätungen. "Wir empfehlen Fahrgästen dennoch, sich stets vor Reiseantritt über die Reiseauskunftsmedien über ihre Fahrt zu informieren", betonte die Pressestelle von Start Unterelbe.

Aussichten für die kommende Woche
In der Nacht zu Freitag (6. Februar 2026) bleibt es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes bewölkt, teils anhaltend neblig-trüb. In der Nacht zum Sonnabend kann es erneut zu leichtem Regen und dadurch zu Glatteis kommen. Dabei weht ein mäßiger Wind aus Südost. Am Sonnabend bleibt es meist bedeckt, gebietsweise kann es erneut zu Regen oder Nebel kommen, bei Höchstwerten um ein Grad. Auch in der kommenden Woche bleiben die Temperaturen um den Gefrierpunkt, mit einem Windchill, also einer gefühlten Temperatur, von bis zu minus acht Grad.
"Generell haben wir aktuell eine Luftmassengrenze über Deutschland mit relativ milden Temperaturen im Südwesten/Westen und kälteren Temperaturen im Norden/Nordosten. Diese Temperaturgegensätze bleiben auch erstmal bestehen", erläutert Leonard Benedikt von der Regional- und Seewetterzentrale Hamburg. Da die frostige Kaltluft sich nicht weit von Norddeutschland über das Wochenende zurückziehe, sei es durchaus möglich, dass es nächste Woche auch tagsüber erneut frostig werden kann. "Ab nächsten Mittwoch könnten die Niederschlagsmengen wieder zunehmen und es unter Umständen noch zu teils kräftigeren Schneefällen kommen. Details sind aber noch ungewiss, da die Modelle sich noch unterscheiden. Eine deutliche Milderung mit Werten von deutlich über 0 Grad Celsius ist für Cuxhaven erstmal (nächste Woche) nicht in Sicht und das Höchste der Gefühle sind nasskalte statt frostige Verhältnisse."