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Wegen der Arbeiten am Seekabel war die Stromversorgung Helgolands vom Festland vorübergehend unterbrochen worden. Foto: Stefan Rampfel/dpa
Wegen der Arbeiten am Seekabel war die Stromversorgung Helgolands vom Festland vorübergehend unterbrochen worden. Foto: Stefan Rampfel/dpa
Wann geht es weiter?

Seekabel nach Helgoland: Ein Problem sorgt jetzt für Verzögerungen

von Redaktion | 17.09.2026

Eigentlich sollten die Arbeiten am Seekabel nach Helgoland weitergehen. Doch das Wetter an der Nordsee macht den Plänen einen Strich durch die Rechnung. Wie es nun weitergeht, ist noch offen.

Wegen des starken Westwindes und zu hoher Wellen sind die Arbeiten am Seekabel nach Helgoland zunächst verschoben worden. "Aufgrund der Wetterlage kann die Baumaßnahme heute leider nicht stattfinden. Ein neuer Termin muss erst noch gefunden werden", sagte eine Sprecherin des Stromversorgers Hansewerk am Morgen der Deutschen Presse-Agentur. Wenn die Wellen zu hoch sind, bestehe zum einen die Gefahr, dass bestimmte Kabel nass werden, und zum anderen sei es für die Arbeiter zu gefährlich.

Ab Mittag hat Helgoland wieder Festland-Strom

Wann die Arbeiten beendet werden, soll spätestens am Freitagmorgen festgelegt werden. Es sei durchaus möglich, dass die Arbeiten erst nach dem Ende der Sturmflutsaison im Frühjahr 2027 abgeschlossen werden. Für Helgoland hat das keine Auswirkungen.

Die Insel war seit Mittwoch mithilfe von Dieselgeneratoren und Stromaggregaten mit Energie versorgt worden. Am Mittag soll die Stromversorgung nun wieder auf den Festland-Strom umgestellt werden. Internet und Festnetz waren erst gar nicht unterbrochen worden.

Seekabel wurde zuletzt immer wieder freigespült

Das Seekabel wurde 2009 verlegt. Davor wurde Helgolands Stromversorgung ausschließlich mit Dieselgeneratoren sichergestellt. Diese und neuere Stromaggregate dienen nun der Versorgung im Notfall. Die aktuellen Arbeiten sind notwendig, weil die Verbindungsmuffe zwischen dem Seekabel und dem Festland-Erdkabel in der Vergangenheit immer wieder freigespült wurde.

Damit so etwas künftig nicht mehr passiert, wurde das verbindende Element in St. Peter-Ording zwischen Seekabel und Festland-Erdkabel um etwa 700 Meter verlängert. Diese Arbeiten sind bereits in der vergangenen Woche abgeschlossen worden. Mit einer Spezialmaschine wurde ein schmaler Graben hergestellt, in den das neue Kabel direkt eingelegt wurde. Das neue Kabel sei in drei Metern Tiefe eingefräst worden. Eine Herausforderung ist den Angaben zufolge dabei, dass sich die Arbeiten im Flutungsbereich nach den Gezeiten richten müssen. (dpa)

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