Die Radwege im Landkreis Cuxhaven seien eine Zumutung für die Fahrradfahrer und in einem katastrophalen Zustand. Foto: Kramp
Die Radwege im Landkreis Cuxhaven seien eine Zumutung für die Fahrradfahrer und in einem katastrophalen Zustand. Foto: Kramp
Fahrradfahren im Cuxland

So steht es um das Radwegnetz im Landkreis Cuxhaven

von Vanessa Grell | 04.01.2023

Kreis Cuxhaven. In der Zeit der Energiekrise greifen die Bürger vermehrt zum Fahrrad. Um möglichst weite Strecken mit dem Fahrrad zu fahren, müssen genügend Wege vorhanden sein und instandgehalten werden. Doch wie steht es um Cuxhavens Radwegnetz?

Im Landkreis Cuxhaven gibt es, laut eines Artikels auf der Webseite des Landkreises, 1300 Kilometer touristisches Radwegnetz. Zu den Radwegen gehören auch 1700 Schilderstandorte. Diese instandzuhalten und neu zu erbauen, kostet Zeit und vor allem Geld. Laut einer Dringlichkeitsliste des Landkreises für die Erhaltungsmaßnahmen im Straßenverkehr, stehen dem Landkreis jedes Jahr vier Millionen Euro zur Erhaltung der Kreisstraßen, Radwege und Brücken in einem verkehrssicheren Zustand zur Verfügung. 

Der Zustand der Radwege im Landkreis Cuxhaven

Allerdings scheint nicht viel von diesem Geld in die Radwege des Landkreises zu fließen. Eine Facebook-Umfrage unserer Redaktion ergab, dass die meisten Bürgerinnen und Bürger mit dem Zustand und dem Ausbau des Radwegnetzes unzufrieden sind. Die Wege werden als "Buckelpisten" bezeichnet und es sei "eine Frechheit von Radwegen zu sprechen", so eine Facebook-Nutzeirin. 

Weitere Teilnehmer der Umfrage wiesen auf die Zustände bestimmter Radwege hin. So sei der Radweg in Höhe der Helios Klinik in Cuxhaven in einem "extrem schlechten" Zustand. Auch die Radwege von Altenwalde bis zur Stadtmitte in Cuxhaven, von Dorum nach Wremen, von Neuenwalde in Richtung Holßel oder auch der Radweg in Bülkau seien alle in einer katastrophalen Verfassung.

Ein weiterer Facebook-Nutzer gab an, dass es unmöglich sei am Deich zwischen Otterndorf und Cuxhaven den Radweg zu nutzen. Die Strecke würde von abgeschlossenen Toren unterbrochen werden. "An der B73 gibt es zwar einen Fahrradweg, dieser ist jedoch auf eine Seite beschränkt, im schlechten Zustand und wie fast alle Fahrradwege viel zu eng", schrieb der Nutzer. 

Ein Weg um die Mängel schneller auszubessern

"Die vorhandenen Radwege werden durch die wöchentliche allgemeine Streckenkontrolle inspiziert und Schäden dokumentiert. Zusätzlich findet eine vierwöchige direkte Kontrolle auf den Radwegen statt", berichtet Kirsten von der Lieth, Pressesprecherin des Landkreises Cuxhaven.

Fahrradfahrer, die selbst Mängel auf den Radwegen oder an der Beschilderung der Wege entdecken, können diese über den "Mängelmelder" an den Landkreis senden. Die Meldungen gehen dann an den Radwegewart und zum Cuxland-Tourismus-Team. 

Allerdings ist es - neben der Instandhaltung der Radwege - genauso wichtig, das Radwegnetz zu erweitern. 

Pläne für die Erweiterung und Erneuerung des Radwegnetzes 

"Im Jahr 2018 hat der Landkreis den derzeit aktuellen Radwegebedarfsplan aufgestellt. Mit Stand 2018 befinden sich 105 Radwege, beziehungsweise Radwegeabschnitte, an Kreisstraßen in diesem Bedarfsplan", sagt die Pressesprecherin des Landkreises.

Aktuell befinde sich der Bau von drei neuen Radwegen in der Planung. "Der Radwegeabschnitt an der K3 zwischen Altenwalde/ Ortsausgang und Holte-Spangen/ Ortseingang befindet sich derzeit in der Bauphase", so von der Lieth. Die drei anderen geplanten Erweiterungen des Radwegnetzes sind für die K48 von Uthlede bis Lehnstedt, die K18 von Flögeln bis Ahlen-Falkenberg und die K21 von Lamstedt bis Bröckelbeck vorgesehen. 

Eine Erneuerung des Radweges solle es, laut der oben genannten Dringlichkeitsliste, von Cuxhaven nach Altenbruch (Heerstraße) geben.

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Vanessa Grell

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

vgrell@no-spamcuxonline.de

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