Die Polizei sichert die Spuren am Unfallort. Die Ermittlungen zum Geschehen auf der K48 wurden aufgenommen. Foto: Polizei
Die Polizei sichert die Spuren am Unfallort. Die Ermittlungen zum Geschehen auf der K48 wurden aufgenommen. Foto: Polizei
Suche nach dem Mann

Tödlicher Unfall im Kreis Cuxhaven: Fahrer flüchtet und lässt Beifahrerin sterben

von Redaktion | 21.04.2023

Nach einer Kollision mit Todesfolge im Kreis Cuxhaven sucht die Polizei nach dem Verursacher. Der Mann flüchtete vom Unfallort und ließ seine Beifahrerin sterben.

Ein tödlicher Verkehrsunfall hat sich am frühen Donnerstagabend im Kreis Cuxhaven ereignet. Der Unfallverursacher flüchtete - während seine Beifahrerin verstarb.

Zu dem Unfall mit Todesfolge kam es am Donnerstag gegen 18.40 Uhr auf der Albstedter Straße (K48) im Bereich Harrendorf (Gemeinde Hagen). Der Unfallfahrer ist namentlich bekannt, die Polizei konnte seine Personalien sicherstellen. Demnach handele es sich um einen 34-jährigen Mann aus Bremen. Dieser ist nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Der verunfallte Pkw war des Weiteren seit knapp zwei Monaten nicht mehr versichert. Der Mann ist weiter auf der Flucht.

Überholmanöver geht schief

Der Autofahrer wollte nach Angaben von Stephan Hertz, Pressesprecher der Polizeiinspektion Cuxhaven, "im Verlauf einer unübersichtlichen Rechtskurve" den Pkw einer Frau aus Lübberstedt überholen. Dabei sei ihm ein weiteres Fahrzeug entgegengekommen. Die Frau habe noch eine Vollbremsung eingeleitet, um dem überholenden Fahrer die Möglichkeit zu geben, eine Frontalkollision mit dem entgegenkommenden Pkw zu vermeiden.

Der unbekannte Fahrer kam laut Polizeisprecher Hertz aber zunächst nach links von der Fahrbahn ab, wollte dann vor der 41-Jährigen wiedereinscheren, geriet dabei allerdings rechts neben die Straße. Im Seitenraum durchbrach das Fahrzeug demnach einen Maschendrahtzaun und kollidierte mit einigen, kleineren Bäumen.

Fahrer flüchtet in den Wald

Der Unfallverursacher sei im Anschluss in ein nahe gelegenes Waldgebiet geflüchtet. Seine Beifahrerin, eine 41-jährige Frau aus Bremen, erlitt bei dem Unfall lebensgefährliche Verletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Doch die Frau erlag dort ihren schweren Verletzungen, erklärt Hertz.

Suche in Hagen nach dem Verursacher

Umgehend wurde eine umfangreiche Suche nach dem Unfallverursacher eingeleitet. Dabei wurden auch ein Polizeihubschrauber und Suchhunde eingesetzt. Der Fahrer oder die Fahrerin des entgegenkommenden Autos, mit dem der Unfallfahrer beinahe frontal kollidiert war, setzte seine Fahrt ebenfalls fort. "Es ist unklar, ob er Kenntnis vom Unfall erlangt hat", führt Hertz aus.

Spuren am Unfallort gesichert

Am Unfallort wurden Spuren gesichert und die Ermittlungen aufgenommen. Dadurch besteht die Chance, dass der Unfallfahrer noch gefunden wird. Denn Polizeisprecher Hertz versichert, dass die Ermittler Hinweise erlangt hätten, die auf die Identität des Mannes schließen lassen. Die Polizei geht davon aus, dass der Unfallverursacher verletzt ist. 

Der Bremer muss sich nun wegen mehrerer Strafverfahren, darunter Fahrlässige Tötung, Verkehrsunfallflucht, Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahren ohne Fahrerlaubnis und Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz verantworten. 

Zeugen nach Unfall im Kreis Cuxhaven gesucht

Zeugen und der Fahrer des entgegenkommendem Autos melden sich bei der Polizei Schiffdorf unter Telefon (0 47 06) 94 80. Bei dem Fahrzeug handelt es sich laut Polizei vermutlich um einen älteren silbernen Pkw.

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