Tödlicher Unfall im Alten Land - 30-Jähriger stirbt nach Kollision mit einem Baum
Nach einem schweren Verkehrsunfall im Alten Land kämpften Ersthelfer, Feuerwehr und Rettungsdienst um das Leben eines 30-jährigen Autofahrers. Trotz sofortiger Reanimation kam für den Mann jede Hilfe zu spät.
Großalarm auf der Landesstraße 140: Kurz vor 21 Uhr löste die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle (FRL) in Stade-Wiepenkathen am Montagabend (27. Juli 2026) die Melder der Ortsfeuerwehren Hove, Moorende, Königreich, Estebrügge, Borstel und Jork aus. In der ersten Meldung der FRL war von einem Kfz-Brand auf dem Obstmarschenweg (L140) zwischen Jork-Hove und Neuenfelde die Rede. Menschenleben sei in Gefahr.
VW stößt frontal auf Baum
Was war passiert? Der VW-Up-Fahrer aus Buxtehude war - von Jork kommend - auf der Landesstraße 140 in Richtung Neuenfelde auf schnurgerader Strecke unterwegs. Aus bislang ungeklärten Gründen kam der 30-Jährige laut Polizei mit seinem Auto offenbar nach rechts von der Fahrbahn ab - in den Grünstreifen oberhalb des Grabens.

Knapp 15 Meter ist die Spur durch den Grünstreifen lang. Der Kleinwagen stieß schlussendlich nahezu frontal gegen einen Baum. Das Fahrzeug drehte sich bei dem Verkehrsunfall durch die Wucht des Aufpralls, wurde zurück auf die Straße geschleudert und blieb schließlich im Tempo-70-Bereich in entgegengesetzter Fahrtrichtung auf der Straße stehen.
Engagierte Ersthelfer versuchen, den Mann zu retten
Eine Familie und drei junge Obstbauern waren als Ersthelfer schnell vor Ort. Sie sicherten die Unfallstelle ab. Anschließend zogen die Helfer, Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren in Borstel und Hove, gemeinsam mit den wenig später eingetroffenen Feuerwehrleuten den eingeklemmten Fahrer aus dem Fahrzeug. Sofort begannen die Einsatzkräfte mit der Reanimation des lebensgefährlich verletzten Buxtehuders.
Zwischenzeitlich landete auch der Rettungshubschrauber Christoph 29 in einer Obstplantage südlich der Chaussee. Notfallsanitäter und Notarzt kämpften um das Leben des Fahrers. Es gelang ihnen nicht. Der Mann verstarb noch am Unfallort.

Einsatzleiter Johannes Gahde und der stellvertretende Gemeindebrandmeister Jochen Minners sowie die Polizei lobten die Ersthelfer für ihren couragierten Einsatz. Die Polizei Stade schätzt den Gesamtschaden auf etwa 10.000 Euro.
Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehren Hove, Moorende, Königreich, Estebrügge, Borstel und Jork mit rund 80 Einsatzkräften sowie Notärzte, Notfallsanitäter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und die Besatzung des Rettungshubschraubers Christoph 29.
Die Landesstraße 140 musste für den Einsatz, die Unfallaufnahme und die Reinigung der Fahrbahn - zwischen Nincop und Königreich/Hove - bis in die Nacht voll gesperrt werden. Die Feuerwehr regelte den Verkehr. (set/bv)
Von Björn Vasel

CNV-Newsletter
Wissen, was im Cuxland los ist: Alle wichtigen Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven direkt in Ihr Postfach. Hier für den CNV-Newsletter anmelden.