Unfall auf der A27 bei Bremerhaven: Lkw kracht ins Stauende - mehrere Verletzte
Ein übersehenes Stauende auf der A27 bei Bremerhaven führte zu einem schweren Unfall mit mehreren Verletzten - darunter ein Lkw-Fahrer, der in seinem Fahrerhaus eingeklemmt wurde. Die Autobahn blieb bis in die Nacht gesperrt.
Ein schwerer Verkehrsunfall auf der A27 in Fahrtrichtung Walsrode hat am Freitagnachmittag (11. April 2025) für zahlreiche Verletzte, eine stundenlange Vollsperrung und erheblichen Sachschaden gesorgt. Gegen 15.30 Uhr fuhr ein 63-jähriger Lkw-Fahrer mit seinem Sattelzug auf das Stauende vor einer Baustelle in Höhe der Anschlussstelle Bremerhaven-Wulsdorf auf - mit dramatischen Folgen.
Mehrere Fahrzeuge zusammengeschoben
Nach ersten Informationen der Polizei Cuxhaven sowie der Deutschen Presse-Agentur (dpa) prallte der Sattelzug zunächst auf den Skoda eines 20-jährigen Fahrers aus dem Landkreis Stade. Dieser wurde durch die Wucht des Aufpralls auf einen BMW eines 30-jährigen Bremerhaveners geschoben. Beide Fahrzeuge krachten in die rechte Schutzplanke. Der Sattelzug geriet daraufhin nach rechts und kollidierte mit einem Wohnwagen-Gespann eines 69-jährigen dänischen Fahrers. Auch dieses wurde auf den davor stehenden Toyota einer 63-jährigen Frau aus der Gemeinde Loxstedt geschoben.
Ein weiteres Auto, ein VW eines 43-Jährigen aus Hatten, wurde durch umherfliegende Trümmerteile beschädigt. Insgesamt wurden laut Polizei sechs Fahrzeuge in den Unfall verwickelt, vier davon so schwer, dass sie abgeschleppt werden mussten.
Feuerwehr befreit eingeklemmten Fahrer
Der Fahrer des Lkw wurde im Führerhaus eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Er erlitt schwere Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Eine Mitfahrerin im Skoda wurde ebenfalls schwer verletzt. Vier weitere Personen erlitten leichte Verletzungen.
Die A27 wurde ab der Anschlussstelle Bremerhaven-Geestemünde in Fahrtrichtung Walsrode voll gesperrt. Der Verkehr wurde weiträumig umgeleitet. Erst gegen 1.40 Uhr in der Nacht konnte die Sperrung aufgehoben werden. Die Unfallaufnahme, Bergung der Fahrzeuge und Reinigungsarbeiten dauerten mehrere Stunden. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 100.000 Euro geschätzt.