Feuerwehrkräfte sichern die Unfallstelle, nachdem ein Zug mit einem Auto kollidierte. Foto: S. Eriksen/Freiwillige Feuerwehr Gemeinde Schiffdorf/dpa
Feuerwehrkräfte sichern die Unfallstelle, nachdem ein Zug mit einem Auto kollidierte. Foto: S. Eriksen/Freiwillige Feuerwehr Gemeinde Schiffdorf/dpa
Motorblock herausgerissen

Verkehrsunfall auf den Gleisen im Kreis Cuxhaven: Zug erfasst Auto an Bahnübergang

von Redaktion | 21.10.2024

Am frühen Sonnabendnachmittag kam es im Kreis Cuxhaven zu einem dramatischen Verkehrsunfall, als ein Personenzug aus Bremen ein Auto an einem Bahnübergang erfasste. Alle Infos gibt es hier.

Am frühen Sonnabendnachmittag,19. Oktober 2024, ereignete sich in der Wehdeler Feldmark ein schwerer Verkehrsunfall. Um 15.13 Uhr wurden die Ortsfeuerwehr Wehdel, die Polizei und der Rettungsdienst alarmiert, nachdem ein Auto an einem unbeschrankten Bahnübergang von einem Personenzug erfasst wurde. Der Zug war aus Richtung Bremen unterwegs und kollidierte in der Nähe von Sellstedt mit einem Volkswagen Touran.

Unfallhergang und Folgen

Der Zug, der mit einer Geschwindigkeit von 80 Kilometer pro Stunde fuhr, erfasste das Auto, das bei dem Zusammenstoß von den Schienen geschleudert wurde. Der Motorblock des Fahrzeugs wurde herausgerissen. Trotz des heftigen Aufpralls blieben der 85-jährige Fahrer aus der Gemeinde Schiffdorf und seine 79-jährige Beifahrerin nach Angaben der Polizei Cuxhaven unverletzt. Eine Untersuchung der Insassen durch die Rettungskräfte vor Ort ergab, dass ein Transport ins Krankenhaus nicht notwendig war.

Der Motorblock des Fahrzeugs wurde durch den heftigen Aufprall aus dem VW Touran herausgerissen. Foto: S. Eriksen

Allerdings entstand am Volkswagen Touran ein Totalschaden, und auch am Zug wurde erheblicher Sachschaden festgestellt, sodass dieser seine Fahrt nicht fortsetzen konnte. Im Zug befanden sich 52 Fahrgäste, die auf dem Weg nach Bremerhaven waren. Obwohl keiner der Passagiere schwer verletzt wurde, meldete eine Frau Unwohlsein, konnte jedoch nach einer Untersuchung durch den Rettungsdienst beruhigt werden.

Maßnahmen der Feuerwehr

Die Feuerwehr übernahm die Sicherung der Unfallstelle und entfernte die Batterie des stark beschädigten Fahrzeugs, um weitere Gefahren zu vermeiden. Zudem musste die Feuerwehr auch ausgelaufenes Hydrauliköl beseitigen, das den Boden verschmutzte.

Um die Evakuierung der Fahrgäste zu ermöglichen, wurde die Ortsfeuerwehr Geestenseth nachalarmiert. Mithilfe einer speziellen Rettungsplattform konnten die 52 Passagiere sicher aus dem Zug gebracht und anschließend mit Taxis zum nächsten Bahnhof transportiert werden. Der Einsatz der Feuerwehr dauerte bis etwa 17.35 Uhr, als die Maßnahmen erfolgreich abgeschlossen waren. Die genaue Schadenshöhe ist bislang nicht bekannt.

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