Wandern ist nur ein "Seniorenhobby"? In Wanna ist das völlig anders
22 oder 31 Kilometer? Kein Problem - natürlich mit dem E-Bike oder dem Auto. Aber wandern über derart lange Distanzen. Dass das funktioniert und auch noch Spaß macht, zeigte ein Event im Wannaer Ahlenmoor.
Wandern? Das ist doch was für die Alten. Von wegen: Das Wandern gehört auch und gerade bei erstaunlich vielen jüngeren Menschen inzwischen zum Lifestyle. Wie beliebt dieses Hobby ist, zeigte sich auch am Wochenende bei der Premiere von "Marsch & Moor" im Wannaer Ahlenmoor. Dort standen Distanzen von 22 bis 31 Kilometern auf dem Programm.
Es ist schon ein merkwürdiges Phänomen. Wandern galt jahrzehntelang als Seniorenhobby und erlebt spätestens seit der Corona-Phase einen regelrechten Boom. In den sozialen Netzwerken finden sich unzählige Beiträge, Tipps für Routenvorschläge und natürlich hat sich auch der kommerzielle Zug längst in Bewegung gesetzt.
Bunt gemischt war die Truppe, die zur "Marsch & Moor"-Premiere am Ahlenfalkenberger "Moorinformationzentrum" (MoorIz) gekommen war. Vor ihr lag eine Wanderung durch eine beeindruckende Moor- und Seenlandschaft zwischen dem MoorIZ und den Flögelner, Halemer und Dahlemer Seen. "Die Wanderung umschließt drei Landschaftsformen: Moor, Marsch und Geest", hatten die Organisatoren angekündigt. Und sie hatten nicht zu viel versprochen.
Die von vielen Ehrenamtlichen, Kommunen, Organisationen und Sponsoren getragene Veranstaltung diente nicht nur dazu, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein besonderes Erlebnis zu ermöglichen. Vielmehr kommen die Einnahmen aus der Startgebühr dem "Förderverein Ahlenmoor" und der Aktion "Land Hadeln hilft" zugute.
Harald Zahrte (Ahlenmoor-Förderverein) war ebenso begeistert von der Premien-Resonanz mit über 130 Wanderern wie diese ganz offensichtlich von dem Wandern durch Marsch und Moor: "Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben uns ermutigt, auch im nächsten Jahr auf jeden Fall die Initiative zu ergreifen. Das Wetter spielte natürlich auch echt gut mit."
Übrigens: Zwischenzeitlich wurde es plötzlich hektisch bei den Organisatoren. Zwei der rund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren nämlich nicht durchs Ziel gelaufen. Akute Moorleichen-Gefahr? Zum Glück nicht: Sie waren zwischendurch ausgestiegen und mit ihrem Wohnmobil zu einem anderen Termin unterwegs.
Ende gut, alles gut ...

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