Bürgermeisterwahl in Wanna: Uwe Schult (CDU) tritt gegen Nicole Friedhoff (SPD) an
Nicole Friedhoff will als ehrenamtliche Bürgermeisterin von Wanna weitermachen und tritt nach zwei Amtszeiten erneut an. Herausforderer ist CDU-Fraktionschef Uwe Schult. Beide werben mit Zusammenhalt und soliden Finanzen, setzen aber eigene Akzente.
Seit 2016 steht Nicole Friedhoff an der Spitze der Gemeinde Wanna. Nun will die Sozialdemokratin eine dritte Amtszeit als ehrenamtliche Bürgermeisterin dranhängen. Bei der Kommunalwahl am 13. September führt die Industriekauffrau erneut die Liste der SPD für den Gemeinderat an. Ihr Herausforderer ist Uwe Schult von der CDU.
Friedhoff geht mit einem deutlichen persönlichen Wahlerfolg aus der vergangenen Wahlperiode in den neuen Wahlkampf. Bei der Kommunalwahl 2021 erhielt sie 802 Stimmen - mehr als jede andere Kandidatin und jeder andere Kandidat in Wanna. Ihre SPD kam damals auf 48,66 Prozent. Die CDU erreichte 34,94 Prozent.
Offenbar hat Friedhoff auch nach zehn Jahren im Amt weiterhin Freude an ihrer Aufgabe. "Ich trete wieder an, weil mir Wanna und die Menschen hier am Herzen liegen", erklärt die Bürgermeisterin auf Anfrage unserer Redaktion. In den vergangenen Jahren sei gemeinsam viel erreicht worden. Nun wolle sie begonnene Projekte verantwortungsvoll weiterführen, neue Ideen einbringen und den Ort gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern gestalten.
Neue Möglichkeiten für Wanna durch Dorfentwicklung
Als Erfolge ihrer bisherigen Amtszeit nennt Friedhoff unter anderem die Ausweisung eines neuen Baugebietes, die Erweiterung des Betreuungsangebotes für Kinder sowie Fortschritte bei der Flurbereinigung in Ahlenfalkenberg und Süderleda. Besonders wichtig sei für die Gemeinde die Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm. Dadurch hätten sich Möglichkeiten eröffnet, die Wanna aus eigener finanzieller Kraft kaum verwirklichen könnte.
In einer möglichen dritten Amtszeit möchte Friedhoff die Gemeinde nach eigenen Worten zukunftsfähig weiterentwickeln und gute Lebensbedingungen für alle Generationen sichern. Ein konkretes Ziel ist ein Multifunktionshaus beziehungsweise ein "Haus der Vereine". Dieses Vorhaben solle im Rahmen der Dorfentwicklung möglichst verwirklicht werden.
Zugleich warnt Friedhoff vor enger werdenden finanziellen Spielräumen. Die Anforderungen an die Kommunen nähmen zu, während die zur Verfügung stehenden Mittel begrenzt blieben. Deshalb brauche es klare Prioritäten, verantwortungsvolle Entscheidungen und den Mut, sich bietende Chancen zu nutzen.
Uwe Schult möchte Nicole Friedhoff das Bürgermeisteramt streitig machen. Der 57-Jährige arbeitet bei den Wasser- und Bodenverbänden und verfügt ebenfalls über langjährige kommunalpolitische Erfahrung. Bereits seit 2001 gehört er dem Gemeinderat Wanna an, inzwischen führt er die CDU-Fraktion. Bei der Kommunalwahl 2021 erhielt Schult 135 Stimmen.
Auch außerhalb der Politik ist der Christdemokrat fest im Gemeindeleben verankert. Seit fast 20 Jahren ist er Erster Vorsitzender des Schützenvereins Wester-Wanna. Zudem gehört er der Freiwilligen Feuerwehr Wanna an. "Wanna ist meine Heimat. Ich kenne die Menschen, die Vereine und die Herausforderungen unserer Gemeinde", sagt Schult. Für das Bürgermeisteramt kandidiere er, weil er Verantwortung übernehmen und die Zukunft Wannas aktiv mitgestalten wolle.
Ein lebenswerter Ort für alle Generationen
Sein Ziel sei es, die Gemeinde als lebenswerten Ort für alle Generationen zu erhalten. Die größte Herausforderung sieht auch der CDU-Kandidat in der finanziellen Situation. Notwendige Investitionen müssten nachhaltig getätigt werden, ohne dabei einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Gemeindehaushalt aus den Augen zu verlieren.
Wer ihn wähle, entscheide sich für "Verlässlichkeit, Bodenständigkeit und eine Politik mit Augenmaß", erklärt Schult. Dabei setzt er auf eine Zusammenarbeit über Fraktions- und Parteigrenzen hinweg. Im Mittelpunkt müssten die besten Lösungen für die Gemeinde stehen.
Damit trifft Schult einen Ton, der auch von Friedhoff angeschlagen wird. Die Bürgermeisterin möchte die Zusammenarbeit im Gemeinderat weiterhin durch Respekt, Offenheit und ein konstruktives Miteinander prägen. Unterschiedliche Meinungen gehörten zur Kommunalpolitik. Entscheidend sei, sachlich zu arbeiten und das Wohl des Ortes in den Mittelpunkt zu stellen.
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