Zwei Flächenbrände in Wanna: Feuerwehr wegen mindestens eines Brandes verärgert
Innerhalb von 24 Stunden brennt es zweimal in Wanna. Die Feuerwehr ist alarmiert, doch zumindest der zweite Vorfall sorgt für Unmut unter den Einsatzkräften. Sie ärgern sich über die Brandursache.
Innerhalb eines Tages ist die Feuerwehr zu zwei Flächenbränden alarmiert worden. Nach einem Brand im Aßbütteler Moor am Donnerstag (13. August 2026) folgte am Freitag (14. August 2026) ein weiterer Einsatz an der Emmelke in Wanna. Während die Ursache im ersten Fall noch analysiert wird, zeigte sich die Feuerwehr beim zweiten Einsatz verärgert.
Am Donnerstag gegen 21 Uhr wurde die Feuerwehr Wanna zu einem Flächen- und Böschungsbrand an einer Grabenkante im Aßbütteler Moor zwischen Wanna und Nordleda gerufen. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte bestätigte sich die Meldung: Auf etwa 60 Quadratmetern brannten eine Grabenböschung und das Umfeld. Die Ursache war zunächst unbekannt.

Die Feuerwehr leitete umgehend einen Löschangriff mit Wasser aus einem wasserführenden Fahrzeug ein. Zusätzlich unterstützte ein Landwirt, der zugleich Feuerwehrkamerad ist, mit Wasser aus einem 16 Kubikmeter fassenden Güllefass. Nach dem Ablöschen flutete er den Graben und die Böschung vollständig. Eine abschließende Kontrolle mit der Wärmebildkamera ergab keine Glutnester. Nach zwei Stunden war der Einsatz beendet.

Am Freitag gegen 14.10 Uhr folgte der nächste Einsatz: ein Vegetationsbrand an der Emmelke in Wanna. Das Feuer hatte sich auf etwa zehn Quadratmeter ausgebreitet und wurde nach Angaben der Feuerwehr glücklicherweise rechtzeitig entdeckt. Die Einsatzkräfte löschten die Fläche umgehend mit reichlich Wasser.

In der verbrannten Fläche wurde reichlich Holzkohle gefunden. Die Feuerwehr geht deshalb davon aus, dass diese mit Sicherheit die Brandursache war. Möglicherweise hätten dort Angler gegrillt. Angesichts mehrfacher Warnungen aufgrund anhaltender Trockenheit und akuter Brandgefahr reagierten die Einsatzkräfte verärgert und verständnislos. "Bei der aktuellen, extremen Trockenheit reicht ein Funke aus, um eine Katastrophe auszulösen. Das achtlose Auskippen von heißer Kohle ist keine Gedankenlosigkeit mehr, sondern grobe Fahrlässigkeit", so der Tenor der Einsatzleitung. (jl)
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