Mehr Platz, mehr Angebote: Das ändert sich bald für die Schulkinder in Wanna
Die Grundschule in der Gemeinde Wanna wird fit für die Zukunft gemacht: Ein geplanter Mensa-Anbau unterstützt den Ausbau des Ganztagsangebots und stärkt den Bildungsstandort nachhaltig. So sehen die Pläne für die Prof.-Hermann-Rauhe-Schule aus.
Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung löst deutschlandweit massive Schulinfrastrukturprojekte aus. Auch die Samtgemeinde Land Hadeln investiert umfangreich in die Modernisierung und Erweiterung ihrer Schullandschaft. Zum Beispiel in Wanna: Um das Ganztagsangebot an der Prof.-Hermann-Rauhe-Schule zukunftssicher aufzustellen, ist der Anbau einer neuen Mensa geplant. Das Vorhaben soll nicht nur zusätzliche Kapazitäten für die Mittagsverpflegung schaffen, sondern auch die Aufenthaltsqualität für die Schülerinnen und Schüler deutlich verbessern.

Guido Joost vom Bremerhavener Architekturbüro JPS stellte in der jüngsten Sitzung des Schul- und Sportausschusses der Samtgemeinde Land Hadeln erste Pläne für den Anbau vor. Der Bauausschuss wird sich Ende April mit dem Projekt befassen, bevor der Samtgemeindeausschuss die Pläne endgültig beschließt.
Im Mittelpunkt des Vorhabens steht die Schaffung eines multifunktionalen Gebäudes, das weit über eine reine Essensausgabe hinausgeht. "Wir arbeiten die bestehende Schule weiter", sagte Guido Joost. Die neue Mensa soll nicht nur die Versorgung der Schülerinnen und Schüler sichern, sondern auch als Aufenthalts- und Begegnungsort dienen. Geplant sind flexible Nutzungsmöglichkeiten für den Nachmittag, etwa für Spiel- und Bewegungsangebote oder ruhigere Aktivitäten wie Lesen.
Geplant ist ein eingeschossiger, kompakter Baukörper
Architektonisch ist ein eingeschossiger, kompakter Baukörper vorgesehen. Mit einer Grundfläche von rund 23 mal 14 Metern und einem zusätzlichen Verbindungsbau fügt sich das Gebäude bewusst zurückhaltend in das bestehende Schulgelände ein. Die gewählte Bauweise soll nicht nur funktional überzeugen, sondern auch wirtschaftlich sein, da sie Bau- und Betriebskosten reduziert, so die Planer.
Ein besonderes Merkmal des Entwurfs ist das geplante Sheddach. Es orientiert sich an der vorhandenen Dachlandschaft und bietet gleichzeitig geeignete Flächen für eine Photovoltaikanlage. Damit leistet der Neubau auch einen Beitrag zur energetischen Optimierung des Schulbetriebs.
Bei der Planung wurde zudem großer Wert auf die Einbindung in das bestehende Umfeld gelegt. "Der Baukörper soll sich harmonisch in die kleinteilige Struktur des Schulgeländes einfügen", sagt Guido Joost. Bestehende Wegebeziehungen bleiben weitgehend erhalten, ebenso ein prägender Baum, der bewusst in das Freiraumkonzept integriert wird.

Auch funktional ist die Mensa klar strukturiert: Ein zentraler Speisebereich, Küchen- und Spülbereiche, Lagerflächen sowie Personalräume sorgen für einen reibungslosen Ablauf. Ergänzt wird das Raumangebot durch einen separaten Gemeinschaftsraum, der auch außerhalb des Schulbetriebs von der Gemeinde genutzt werden kann.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Barrierefreiheit. Alle wesentlichen Bereiche sollen ebenerdig erreichbar sein, ergänzt durch großzügige Bewegungsflächen und eine barrierefreie WC-Anlage.
Für den Anbau soll das sanierungsbedürftige Wohngebäude auf dem Grundstück "Am Mühldeich 4", ein ehemaliges Hausmeisterhaus, abgerissen werden. Für die derzeitigen Mieterinnen und Mieter wird eine Ersatzunterkunft bereitgestellt.
Und wie teuer wird das Vorhaben? "Die Kostenschätzungen sind noch nicht abgeschlossen", erklärte Architekt Guido Joost. Auch die zeitliche Planung befindet sich noch in einem frühen Stadium. Wann genau mit dem Bau begonnen wird, hängt maßgeblich vom weiteren Verlauf der Beratungen, Genehmigungen und Ausschreibungen ab. Die weiteren Schritte werden nun in den zuständigen Gremien abgestimmt.