Die Freiwillige Feuerwehr Wanna – hier ein Einsatz im August 2025 – freut sich auf das neue Feuerwehrgebäude, das an der Landesstraße 118 zwischen Osterwanna und Westerwanna entsteht. Foto: Lange
Die Freiwillige Feuerwehr Wanna – hier ein Einsatz im August 2025 – freut sich auf das neue Feuerwehrgebäude, das an der Landesstraße 118 zwischen Osterwanna und Westerwanna entsteht. Foto: Lange
Baustart Ende Juni

Drei Millionen Euro für die Sicherheit: Feuerwehr Wanna bekommt Neubau

von Christian Mangels | 02.06.2026

Der Baustart rückt näher: Ende Juni sollen die Arbeiten für das neue Feuerwehrgerätehaus in der Gemeinde Wanna beginnen. Die Samtgemeinde Land Hadeln investiert rund drei Millionen Euro in den Neubau, der bis Mai 2027 fertiggestellt werden soll.

Der Ersatzneubau entsteht an der Landesstraße 118 zwischen Osterwanna und Westerwanna. In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses der Samtgemeinde Land Hadeln wurden mehrere wichtige Auftragsvergaben auf den Weg gebracht. Den Zuschlag für die Rohbauarbeiten erhielt die Menke Baugesellschaft aus Stade zum Angebotspreis von rund 521.700 Euro. Die Zimmererarbeiten übernimmt die Firma Kutz Holzbau aus Wanna für knapp 88.940 Euro. Weitere Aufträge gingen unter anderem an die Schöpper GmbH aus Papenburg für Fenster und Außentüren (70.500 Euro), die Schmidt Bedachung Hamburg GmbH für die Dachdeckungsarbeiten (89.100 Euro) sowie die OHJ GmbH aus Ebersdorf für die Elektroarbeiten (310.000 Euro).

Auch die technische Gebäudeausstattung ist inzwischen weitgehend vergeben. Die Heizungsinstallation übernimmt die Firma Witthohn und Faust aus Freiburg/Elbe für rund 82.400 Euro, die Raumlufttechnik ebenfalls das Freiburger Unternehmen für etwa 59.900 Euro. Die Sanitärinstallationen werden von der Mahler Haustechnik GmbH aus Freiburg ausgeführt. Bereits im Jahr 2024 war zudem das Ingenieurbüro für Haustechnik Manfred Kaminsky aus Oldendorf mit der Planung der technischen Gebäudeausrüstung beauftragt worden.

So soll das neue Feuerwehrgerätehaus in Wanna nach seiner Fertigstellung aussehen. Die Visualisierungen zeigen das Gebäude aus verschiedenen Perspektiven. Foto: Architekturbüro Reinhard

Das neue Feuerwehrgerätehaus erhält eine Nutzfläche von insgesamt 558 Quadratmetern. Geplant sind 16 Räume, darunter eine Fahrzeughalle, eine Werkstatt, ein Schulungsraum, eine Küche, ein Büro sowie getrennte Umkleide-, Sanitär- und Duschräume für Damen und Herren. Für die Einsatzfahrzeuge stehen vier Stellplätze in der Fahrzeughalle zur Verfügung. Darüber hinaus werden auf dem Gelände 30 Pkw-Stellplätze für die Feuerwehrangehörigen geschaffen.

Bei der technischen Ausstattung setzt die Samtgemeinde auf moderne und energieeffiziente Lösungen. Das Gebäude wird mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe beheizt und erhält zudem eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung.

Das Gelände ist stellenweise stark abfällig

Nachfragen vonseiten der Ausschussmitglieder gab es zu den Erdarbeiten. Sie sind mit rund 415.000 Euro veranschlagt und machen damit einen erheblichen Teil der Gesamtkosten aus. "Das ist dem Grundstück geschuldet", erklärte Bauamtsleiter Olaf Johannsen. Das Gelände sei stellenweise stark abfällig, sodass umfangreiche Erdbewegungen und Geländeanpassungen erforderlich würden. Dadurch falle der Aufwand in diesem Bereich entsprechend höher aus. Der Auftrag ging an die Firma Freimuth.

Der Feuerwehrneubau wird notwendig, weil das bisherige Feuerwehrgerätehaus am Mühldeich den heutigen Anforderungen nicht mehr entspricht. Zwar wurde das Gebäude seit seinem Bezug im Jahr 1968 mehrfach erweitert und modernisiert, zuletzt durch Um- und Anbauten in den Jahren 1999 sowie 2006/2007, doch die räumlichen und technischen Voraussetzungen reichen für einen zeitgemäßen Feuerwehrbetrieb inzwischen nicht mehr aus.

Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Wanna reicht bis zum April 1929 zurück. Damals wurde die Wehr im Gasthaus Schult in Westerwanna gegründet. Bereits wenige Monate später wurde die erste Motorspritze angeschafft. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich die Ortswehr kontinuierlich weiter. Heute zählt sie zu den leistungsfähigen Feuerwehren im Hadler Raum. Neben jährlich 40 bis 50 Einsätzen gehören auch besondere Aufgaben zum Einsatzspektrum. So ist die Wehr für Gefahrguteinsätze geschult und verfügt aufgrund der rund 54 Quadratkilometer großen Moorflächen über spezielle Technik zur Waldbrandbekämpfung und Rettung im Moorgebiet.

Mit dem Neubau erhält die Feuerwehr Wanna nun ein modernes Domizil, das den gesetzlichen Vorgaben entspricht und ausreichend Platz für Fahrzeuge, Ausrüstung und die ehrenamtlichen Einsatzkräfte bietet. Wenn die Arbeiten wie geplant Ende Juni beginnen, wird damit ein weiteres wichtiges Infrastrukturprojekt der Samtgemeinde Land Hadeln sichtbar in die Bauphase eintreten. Die Fertigstellung ist für Mai 2027 vorgesehen.

Der Bauplan für das neue Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Wanna: Ein modernes Zentrum für Sicherheit und Einsatzbereitschaft entsteht an der Landesstraße 118. Foto: Architekturbüro Reinhard

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Christian Mangels

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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