Duhner Wattrennen 2026: Tierschützer üben Kritik nach Zusammenbruch eines Pferdes
Tierischer Vorfall beim Duhner Wattrennen 2026: Ein Pferd ist nach dem Ritt beim Event, bei dem etwa 16.000 Besucher waren, zusammengebrochen. Tierschützer prügeln nun verbal auf die Organisatoren derartiger Rennen ein; die widersprechen.
Das Duhner Wattrennen ist durch? Nein, nicht für "Peta" - die nach eigenen Angaben "größte Tierrechtsorganisation des Landes". Sie nimmt den kurzzeitigen und offenbar kreislaufbedingten Zusammenbruch eines Pferdes zum Anlass, um gleich die Abschaffung der gesamten Veranstaltung zu fordern. Das Pferd ist inzwischen wieder wohlauf.
Was war passiert? Nach dem Ende eines Rennens wurde das Pferd aus dem Watt an Land geführt, zitterte dort plötzlich und brach im Führring zusammen. Laut einem Augenzeugen ging das Tier auf die Knie. Nach Angaben des Präsidenten des Wattrennen-Komitees, Jos van der Meer (Otterndorf), seien umgehend zwei Tierärzte, die bei der Veranstaltung im Einsatz waren, angefordert worden. Der Augenzeuge berichtete, dass der Einsatz mit einer Plane abgeschirmt wurde. Auch das Veterinäramt des Landkreises verschaffte sich nach Informationen der Redaktion der Cuxhavener Nachrichten und der Niederelbe-Zeitung einen Überblick.

Mehrere Quellen bestätigten, dass das Pferd eine Infusion erhalten habe und "kühlende Maßnahmen" erfolgt seien. In weniger als einer Viertelstunde habe es wieder auf den Beinen gestanden.
Jan Ahlemeyer (Altenbruch) war einer der beteiligten Tierärzte. Das Pferd sei - so erklärte er am Freitag auf CN/NEZ-Nachfrage - medizinisch versorgt worden und habe sich erholt. "Es zeigte sich bereits nach kürzester Zeit wieder in einer den Umständen entsprechenden stabilen Verfassung", bestätigte am Freitag auch das Veterinäramt des Landkreises Cuxhaven gegenüber cnv-medien.de.
"Dem Pferd geht es gut"
Das Pferd sei - so Ahlemeyer - nach den wohl kreislaufbedingten Problemen aufgestanden und danach in einen anderen Bereich des Veranstaltungsgeländes gebracht worden. Noch am Abend erfolgte der Transport in einen Rennstall nach Euskirchen (Nordrhein-Westfalen). "Wir haben uns gerade am Dienstag noch erkundigt: Dem Pferd geht es gut", sagt Wattrennen-Präsident Jos von der Meer.

Wie Ahlemeyer im Gespräch mit CNV-Medien betonte, erfolgen regulär bereits vor den Starts beim Wattrennen mehrere Kontrollen der vorgestellten Pferde. Dazu zähle auch, ob es sich tatsächlich um das Tier handelt, das dort vorab gemeldet wurde. Hinzu kämen zudem die Prüfung von Belegen zu den notwendigen Impfungen und auch eine visuelle Begutachtung, ob das Tier in der Lage ist, ein solches Rennen zu absolvieren. "Wir haben auch schon Startverbote ausgesprochen, wenn wir festgestellt haben, dass es zum Beispiel lahmt oder es andere Einschränkungen gibt", so der Tierarzt.
Peta beruft sich auf "Augenzeugenbricht"
Peta geht in einer Stellungnahme auf die Begleitumstände nicht weiter ein, beruft sich auf einen "Augenzeugenbericht" und spricht beim Wattrennen von einem "Ort des Schreckens" für die Pferde. Derartige Rennen seien "eine Form der Ausbeutung von fühlenden Lebewesen, die sich nicht wehren können und die abgeschafft werden muss". Bereits in der Vergangenheit hatte die Organisation massive Kritik am Wattrennen geübt.
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