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Die Gedenkstunde wurde im Andachtspavillon des Ruheforstes abgehalten.
Die Gedenkstunde wurde im Andachtspavillon des Ruheforstes abgehalten.
Gedenkstunde

Ruheforst Wingst wächst weiter: Neue Gedenkformate und steigende Nachfrage

von Wiebke Kramp | 24.11.2025 Zuletzt aktualisiert: 25.11.2025 19:28 Uhr

Im Ruheforst Wingst fanden sich Angehörige zu einer einzigartigen Andacht ein, um unter dem Motto "Licht der Erinnerung" ihren Verstorbenen zu gedenken. Inmitten der Natur wurde Raum für Trauer und Erinnerungen geschaffen.

Das sind neue Wege im Ruheforst Wingst der Familie von der Wense. Erstmals wurden Angehörige und Freunde von dort Bestatteten zu einer Andacht unabhängig von Konfession und Glauben geladen. Mit dieser Idee traf Luisa von der Wense am zurückliegenden Ewigkeitssonntag die Bedürfnisse von Angehörigen, ihren lieben Verstorbenen würdevoll gedenken zu können unter dem Motto "Licht der Erinnerung".

Eingeladen wurde dazu in den schlicht gestalteten hölzernen Andachtspavillon, um den an diesem Vormittag ausnahmsweise Fackeln stimmungsvoll leuchten durften. Es ging darum, gemeinsam in der Natur innezuhalten und damit den Gedanken an die Menschen Raum zu geben, die ihre letzte Ruhestätte im Ruheforst fanden.

Die freie Trauerrednerin Nicole Klehm aus Otterndorf gestaltete die Gedenkfeier und lud die rund 80 Teilnehmenden mit ruhiger Stimme dazu ein, sich darauf einzulassen und sich auch durch ruhige Atemzüge Erinnerungen und Gedanken ganz bewusst zu erinnern. "Jeder Funke des Feuers ist mit einem Menschen verbunden, den Sie vermissen", ermutigte sie, sich auf das Gefühl einzulassen, an ein Lächeln, eine Umarmung oder ein schönes Erlebnis zu denken. Alle sollten ihren eigenen Gefühlen Raum geben. Nicole Klehm: "Hier muss niemand seine Tränen verstecken, niemand muss hier funktionieren." Schließlich habe jede Trauer ihren eigenen Rhythmus. Im Anschluss an die Gedenkstunde wurde vielfach die Gelegenheit genutzt, die letzte Ruhestelle im Wald aufzusuchen. Sie sind mit Plaketten gekennzeichnet.

Der hinter dem Forsthaus Dobrock gelegene Ruheforst Wingst existiert bereits seit 2007 als Ergänzung zu herkömmlichen Bestattungen. Im Schatten der mächtigen Bäume werden die Aschen von Menschen beigesetzt, die sich zu Lebzeiten mit der Natur und dem Wald verbunden fühlten. Ihre Urnen werden Teil des Waldbodens, und das Biotop dient als Lebensraum für die Natur.

Bestattungsform wird angenommen

Familie von der Wense hat mit ihrem Ruheforst den Bedürfnissen von Menschen Raum gegeben, die eine Grab- und Erinnerungsstätte in der Natur wünschen. In den zurückliegenden 18 Jahren habe es hier insgesamt weit über 2000 Bestattungen gegeben, weiß Gebhard von der Wense. Allein in diesem Jahr seien es 200 Begräbnisse gewesen. Das Ruheforst-Konzept wächst in der Wingst weiterhin: "Die Tendenz liegt zurzeit bei 5 Prozent pro Jahr", so der Waldbesitzer.

Ein Ruheforst zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass hier keine forstwirtschaftliche Nutzung mehr ausgeübt wird. Hier wird kein Holz mehr eingeschlagen oder Totholz entfernt. So kann sich der Wald ungestört weiterentwickeln und es entstehen neue Lebensräume für Pflanzen, Pilze, Tiere, Vögel und Insekten. Ein Ruheforst ist immer Lebensraum und Waldfriedhof zugleich.

Familie von der Wense hat mit ihrem Ruheforst den Bedürfnissen von Menschen Raum gegeben, die eine Grab- und Erinnerungsstätte in der Natur wünschen. In den zurückliegenden 18 Jahren habe es hier insgesamt weit über 2000 Bestattungen gegeben, weiß Gebhard von der Wense. Allein in diesem Jahr seien es 200 gewesen. Das Ruheforst-Konzept wächst in der Wingst weiterhin: "Die Tendenz liegt zurzeit bei 5 Prozent pro Jahr", so der Waldbesitzer.

Ein Ruheforst zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass hier keine forstwirtschaftliche Nutzung mehr ausgeübt wird. Hier wird kein Holz mehr eingeschlagen oder Totholz entfernt. So kann sich der Wald ungestört weiterentwickeln und es entstehen neue Lebensräume für Pflanzen, Pilze, Tiere, Vögel und Insekten. Ein Ruheforst ist immer Lebensraum und Waldfriedhof zugleich.

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Wiebke Kramp

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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