In Oppeln und in Grift ist ein Solarpark geplant. Foto: dpa/Robert Michael
In Oppeln und in Grift ist ein Solarpark geplant. Foto: dpa/Robert Michael
Ausbau der Erneuerbaren

Solarpark Wingst nimmt immer mehr Gestalt an

von Wiebke Kramp | 15.04.2026

In Wingst nimmt der Ausbau der Erneuerbaren Fahrt auf: Ein geplanter Solarpark wird jährlich 60.000 Megawattstunden grünen Strom liefern und der Gemeinde und Bürgern durch Steuereinnahmen und Beteiligungen erhebliche Einnahmen bescheren.

Auf diesem Gebiet in der Oppelner Geest und Grift entsteht der neue Photovoltaik-Park. Grafik Gemeinde

Der Ausbau der Erneuerbaren geht zügig voran. Der in Berlin beheimatete Projektentwickler Securenergy Solutions AG plant, eine Photovoltaik-Freiflächenanlage in Wingst zu errichten. Das Vorhaben ist in der Oppelner Geest und in Grift angesiedelt.

Der PV-Park soll pro Jahr geschätzt 60.000 Megawattstunden ins öffentliche Netz einspeisen. Rechnerisch könnten damit mehr als 20.000 Haushalte in der Region mit grünem Strom versorgt werden.

Die Kosten für die Aufstellung des Bebauungsplanes muss der Projektierer tragen. Der Gemeinderat Wingst gab vor kurzem grünes Licht für den grünen Strom, indem er einstimmig für die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes für den PV-Park stimmte.

Der Planbereich umfasst zwei Teile. Errichtet werden soll der Solarpark westlich der Ortsstraße Oppelner Geest auf einer Fläche von rund 43,7 Hektar sowie nördlich und südlich der Straße Am Balksee auf 21,7 Hektar Fläche. Der Abstand beider Flächen zueinander beträgt rund einen Kilometer. Die Erschließung ist über die bestehende Infrastruktur vorgesehen.

Gemeinde und Bürger sollen finanziell profitieren

Die Gemeinde ist direkter Profiteur eines solchen Energieparks. Durch die innerörtliche Gründung einer Projektgesellschaft verbleibt die gesamte Gewerbesteuer in der Gemeinde. Hinzu kommt, dass 0,2 Cent pro eingespeister Kilowattstunde als Erlös in die Gemeinde fließen. Das sollen um 120.000 Euro pro Jahr sein. Und auch umliegende Nachbarn haben einen finanziellen Nutzen und können mit einer Stromerlösbeteiligung von 0,1 Cent pro Kilowattstunde rechnen.

Als weiteren möglichen Vorteil nennt der Projektierer die Einbindung lokaler Betriebe. Auch die Beweidung mit Schafen oder ein Nutzen für Imker seien demnach möglich.

Die Projektierer haben sich die entsprechenden Flächen von den betreffenden Eigentümern bereits gesichert. Kritik wurde gegen das Vorhaben bisher nicht laut. Möglicherweise liegt es auch daran, dass viele der Landeigentümer selbst in dem Gebiet leben, das ohnehin sehr ländlich geprägt ist und weitab von zentralen Wohnlagen liegt, so Bürgermeister Patrick Pawlowski. Er hält das Projekt für aussichtsreich. In der Wingst sind zwei weitere Solarparks geplant - und zwar jeweils entlang der Bahntrasse in Richtung Cadenberge und in Richtung Hemmoor.

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Wiebke Kramp

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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