Karrierechance: Warum Cuxhaven der ideale Ort für eine berufliche Zukunft auf See ist
Der Fachkräftemangel ist groß. Um mehr junge Menschen für die duale Ausbildung zu begeistern, startet Niedersachsen mit der "Woche der Beruflichen Bildung". Staatssekretär Marco Hartrich besuchte die Seefahrtschule Cuxhaven und die Marineflieger.
Mit dem Schulabschluss in der Tasche stehen junge Menschen vor einem Neubeginn. Gleichzeitig herrscht ein erheblicher Fachkräfte- und Nachwuchsmangel - eigentlich eine gute Voraussetzung. Um mehr junge Menschen für die duale Ausbildung zu begeistern, führt Niedersachsen in Zusammenarbeit mit Schulen und Branchenverbänden aktuell die "Woche der beruflichen Bildung" durch. Die Niedersächsische Kultusministerin Julia Willie Hamburg und Staatssekretär im Kultusministerium Marco Hartrich besuchen in diesem Rahmen aktuell unter anderem Schulen und Unternehmen - auch in Cuxhaven und Nordholz.
In diesem Jahr findet die Woche der beruflichen Bildung in der Zeit vom 17. bis zum 21. März 2025 statt. Die berufliche Bildung hat für die Landesregierung eine hohe Bedeutung. Sie ebnet den Weg in eine berufliche Tätigkeit und ist damit ein nennenswerter Anteil der Fachkräftesicherung.
Ministerin Julia Willie Hamburg, besucht unter anderem das "EnergyHub" in Wilhelmshaven, und der Staatssekretär Marco Hartrich, war am Dienstag sowohl bei den Marinefliegern in Nordholz, als auch bei der Staatlichen Seefahrtschule Cuxhaven zu Gast.
Staatssekretär darf Blackout herbeiführen
Zum Auftakt seines Besuchs in der Seefahrtschule Cuxhaven tauschte sich Staatssekretär Hartrich mit Schulleiter Detlef Graven aus. Thema des Gesprächs war unter anderem die Entwicklung der Schülerzahlen. "Nach Corona steigen die Zahlen der Schüler deutlich. An der Schule in Elsfleth absolvieren zurzeit 45 Auszubildende den ersten Schulzeitblock, um Schiffsmechaniker oder Schiffsmechanikerin zu werden", erklärte Graven. Er hofft, dass von diesen 45 Auszubildenden in Zukunft auch einige nach Cuxhaven kommen, um hier ihre nautische und technische Weiterbildung aufzunehmen.
Ein Problem, mit dem die Schule am Seedeich allerdings schon länger zu kämpfen hat, ist die Suche nach Lehrkräften, die Schiffsbetriebstechniker sind. Staatssekretär Hartrich bestätigte, dass dies auch andernorts eine Herausforderung darstelle. "Es ist wichtig, Werbung für die duale Ausbildung zu machen, aber es ist auch wichtig, sich bei den Besuchen über die Probleme und Herausforderungen zu informieren", betonte Hartrich.

Um die Möglichkeiten der Seefahrtschule Cuxhaven praxisnah kennenzulernen, nahm Staatssekretär Hartrich im Unterricht am Schiffsführungssimulator teil und durfte im Schiffsmaschinensimulator einen Blackout (Ausfall aller Systeme an Bord) herbeiführen. Die Schüler des vierten Semesters Schiffsbetriebstechnik demonstrierten im Anschluss, wie sie mit solchen Notfallsituationen umgehen. Auf die Frage des Staatssekretärs, ob viele Frauen diese Ausbildung durchlaufen, antwortete ein Schüler: "Die Arbeit unter der Neon-Sonne (im Maschinenraum) ist nicht für jeden was." In der nautischen Ausbildung sehe das jedoch anders aus.

Werbung für viele verschiedene Ausbildungen
Die "Woche der beruflichen Bildung" wurde erstmals im April 2019 durchgeführt. In diesem Rahmen besuchen Ministerinnen und Minister verschiedene Ausbildungsbetriebe, berufsbildende Schulen sowie Einrichtungen für Gesundheits- und Sozialberufe. Auch überbetriebliche Bildungsstätten und Ausbildungsstätten des öffentlichen Dienstes werden besucht.
Die Ziele der Initiative sind klar: Anerkennung für die duale und vollzeitschulische berufliche Ausbildung sowie Werbung für die vielfältigen beruflichen Perspektiven, die diese Bildungswege bieten.
CNV-Newsletter
Wissen, was im Cuxland los ist: Alle wichtigen Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven direkt in Ihr Postfach. Hier für den CNV-Newsletter anmelden.