"Döse" und "Duhnen" ersetzen: Neue SWATH-Tender für die Lotsen in der Deutschen Bucht
Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes hat am Mittwoch, 12. März, auf dem EU-Vergabeportal das Vergabeverfahren für zwei Spezialschiffe für das Lotswesen in der Deutschen Bucht veröffentlicht. Die "Döse" und "Duhnen" werden ersetzt.
Eric Oehlmann, Leiter der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS) sagt: "Mit den hochmodernen Spezialschiffen tragen wir nicht nur zur Sicherheit und Effizienz des Schiffsverkehrs bei, sondern schützen vor allem auch die Lotsen. Zudem ermöglichen diese Schiffe den Seelotsen eine sichere Anfahrt zu den deutschen Seehäfen und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz."
Die SWATH-Tender besorgen den Shuttle-Service zum Schiff. Weil ihr Auftrieb wie bei den Stationsschiffen unter Wasser erzeugt wird, bleiben sie auch bei hohem Seegang stabil. So gelangt der Lotse sicher - und aufrecht - an Bord.
Ein stabiles und ruhiges Fahrverhalten
SWATH steht für Small-Waterplane-Area-Twin-Hull-Schiffe. Ein SWATH-Tender besteht aus zwei torpedoförmigen Unterwasserrümpfen, die durch einen Steg mit der darüber liegenden Plattform verbunden sind. Diese spezielle Konstruktion sorgt für ein stabiles und ruhiges Fahrverhalten. Sie bietet den Lotsen eine ideale Arbeitsplattform beim Übersteigen auf große Schiffe während der Fahrt und bei widrigen Seegangbedingungen.
Die zwei neuen Spezialfahrschiffe ersetzen die bisherigen SWATH-Tender "Duhnen" und "Döse", die immer sehr zuverlässig, sicher und wirtschaftlich ihre Dienste geleistet haben. Die Fachstelle Maschinenwesen Nord in Rendsburg hat jetzt im Auftrag der GDWS die Ausschreibung und Baubegleitung auf den Weg gebracht. Die Auftragsvergabe wird in diesem Jahr angestrebt.

