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Die Seenotretter haben den Gaffelkutter in der Nacht im Schleppverband. Foto: Die Seenotretter – DGzRS
Die Seenotretter haben den Gaffelkutter in der Nacht im Schleppverband. Foto: Die Seenotretter – DGzRS
Seenotretter im Einsatz

Havarie vor Cuxhaven: Segelkutter mit Maschinenausfall auf der Nordsee

von Redaktion | 21.10.2026 Zuletzt aktualisiert: 21.10.2026 14:02 Uhr

Ein historischer Gaffelkutter ist auf der Nordsee in Schwierigkeiten geraten. Die Seenotretter waren vor Cuxhaven im Einsatz und nahmen den Havaristen auf See in Schlepp.

Seenotretter der Stationen Deutsche Bucht/Helgoland sowie Cuxhaven haben am Dienstag (20. Oktober 2026) einen havarierten Gaffelkutter sicher nach Cuxhaven gebracht. Der Skipper habe seinen historischen Segelkutter von Föhr nach Hamburg überführen wollen, teilte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit. Auf der Nordsee erlitt das Schiff jedoch einen Maschinenausfall. Zudem drang Wasser ein.

Maschinenausfall bei ehemaligem Fischkutter

Am Nachmittag meldete sich der Schiffsführer der 14,5 Meter langen Gaffelketsch (zweimastiges Segelschiff) bei der von der DGzRS betriebenen Rettungsleitstelle See, dem Maritime Rescue Co-Ordination Centre Bremen (MRCC) Bremen. Während der Überführung des 1938 gebauten ehemaligen Fischkutters war gegen 17 Uhr die Maschine vollständig ausgefallen. Das Schiff befand sich zu diesem Zeitpunkt rund 15 Seemeilen, also etwa 28 Kilometer, vom Festland entfernt. Der Seenotrettungskreuzer "Hermann Marwede" der Station Helgoland war nach einer Versorgungsfahrt nach Cuxhaven auf dem Weg zu seiner Station Helgoland und befand sich im selben Seegebiet. Nach nur 20 Minuten erreichten die Seenotretter den Havaristen und stellten eine Schleppverbindung her.

Blick auf den havarierten Gaffelkutter von Bord der "Hermann Marwede": Der Seenotrettungskreuzer schleppt das Boot nach Cuxhaven. Der dort stationierte Seenotrettungskreuzer "Anneliese Kramer" (r.) sichert den Verband. Foto: Die Seenotretter - DGzRS

Weil der Segelkutter schon zuvor leicht Wasser nahm, hatte der Bootsführer Lenzpumpen in Betrieb genommen. Sie liefen über eine Notstromversorgung. Nach etwa zwei Stunden Schleppfahrt in Richtung Cuxhaven fielen zwei der drei Pumpen aus. Das Wasser stieg daraufhin in kurzer Zeit bis zu den Bodenbrettern. Die Besatzung der "Hermann Marwede" setzte das Tochterboot "Verena" aus und übergab eine leistungsstarke Lenzpumpe sowie ein Kabel für die Stromversorgung der Pumpe. Mit einer weiteren Leinenverbindung unterstützte die "Verena" die Steuerung.

Havarist im Cuxhavener Yachthafen festgemacht

Gegen 19.20 Uhr übernahm das Tochterboot des in Cuxhaven stationierten Seenotrettungskreuzers "Anneliese Kramer" den Gaffelkutter von der "Hermann Marwede". Mithilfe der beiden Tochterboote wurde der Havarist sicher im Cuxhavener Yachthafen festgemacht. Zur Einsatzzeit herrschten Winde mit bis zu sieben Windstärken, das entspricht einer Geschwindigkeit von bis zu 61 Kilometern pro Stunde. Der Seegang erreichte teils drei Meter hohe Wellen.

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