Bei einer umfangreichen Suche in der Deutschen Bucht sind außer mehreren Seenotrettungskreuzern der DGzRS auch weitere Fahrzeuge im Einsatz. Foto: Die Seenotretter – DGzRS
Bei einer umfangreichen Suche in der Deutschen Bucht sind außer mehreren Seenotrettungskreuzern der DGzRS auch weitere Fahrzeuge im Einsatz. Foto: Die Seenotretter – DGzRS
Zwischen Cuxhaven und Helgoland

Suche in der Nordsee abgebrochen: Segler und Schlauchbootfahrer bleiben verschollen

30.04.2024

Der Großeinsatz in der Nordsee ist ergebnislos abgebrochen worden: Die Suche nach den zwei vermissten Skippern wurde eingestellt. Die Seenotretter fanden zwar die Boote, aber die Männer bleiben verschollen. (Update: Dienstag, 30. April, 15.30 Uhr)

Seit Montag werden gleich zwei Menschen in der Deutschen Bucht vermisst. Am Montagabend wurde ein sogenanntes Festrumpfschlauchboot mit laufender Maschine, aber menschenleer, etwa 25 Seemeilen nordwestlich von Cuxhaven gefunden, wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Dienstag mitteilte. Am frühen Dienstagmorgen fand ein Marine-Hubschrauber demnach eine Segeljacht nördlich von Amrum. Beide Männer verschwanden von ihren Booten, sie konnten bislang aber nicht gefunden werden.

Vermisstenfälle in der Nordsee unabhängig voneinander

Die Partnerinnen der beiden hatten die Männer als vermisst gemeldet. Die zwei Vermisstenfälle in der Nordsee stehen nach Angaben der Seenotretter nicht miteinander in Verbindung.

Bei den Suchaktionen waren der Seenotrettungskreuzer "Hermann Marwede" (Station Helgoland), die Anneliese Kramer aus Cuxhaven und "Eiswette" (Station Nordstrand) der DGzRS im Einsatz. Weitere Fahrzeuge und Hubschrauber sowie ein Aufklärungsflugzeug suchten nach den vermissten Skippern. Auch Fischkutter und Handelsschiffe seien neben mehreren Behördenschiffen in die Suche einbezogen worden, teilten die Seenotretter mit. Die Wassertemperatur betrage etwa zehn Grad.

Grossangelegte Suche in der Deutschen Bucht nach vermisstem Skipper. Foto: Die Seenotretter - DGzRS

Skipper von Helgoland mit Ziel Hörnum auf Sylt aufgebrochen

Während die großangelegte Suche zwischen Cuxhaven und Helgoland nach dem vermissten Schlauchbootfahrer seit mehreren Stunden lief, wurde den Angaben zufolge ein Skipper mit seinem etwa 8,50 Meter langen Segelboot als überfällig gemeldet. Er war von Helgoland mit dem Ziel Hörnum auf Sylt aufgebrochen. Als er dort einige Stunden nach der verabredeten Zeit nicht eingetroffen war, meldete seine Frau sich bei der Rettungsleitstelle See. Helfer, die auf der Suche nach dem Fahrer des Schlauchbootes nicht mehr benötigt wurden, nahmen sofort die Suche nach dem überfälligen Segelboot auf.

Um 1.30 Uhr in der Nacht zu Dienstag wurde das Segelboot nördlich der Insel Amrum von einem Such- und Rettungshubschrauber der Marine mit gesetzten Segeln gesichtet. Es war im Watt auf Grund gelaufen. Der vermisste Mann war nicht an Bord.

Skipper und Schlauchboot-Fahrer noch nicht gefunden

Die Suche nach dem Fahrer des Schlauchbootes wurde Dienstagnacht gegen 1.30 Uhr erfolglos abgebrochen. Nicht mehr benötigte Sucheinheiten wurden aus dieser Suche entlassen. Sie wurden sofort in der Suche nach dem überfälligen Segelboot eingesetzt, welche ebenfalls am Dienstagmorgen ohne Erfolg eingestellt wurde, teilte Antke Reemts auf Nachfrage unseres Medienhauses mit. Die Helfer hätten alles getan, um die Vermissten zu finden, so die DGzRS-Sprecherin. Weder der Fahrer des Festrumpfschlauchbootes noch der Segler konnten bisher gefunden werden (Stand: Dienstag, 30. April, 15.30 Uhr). (tf/dpa)

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