Schüsse nach Streit zwischen Jugendgruppen - Tatverdächtige in Stade festgenommen
Nach einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen junger Menschen sind am Samstagabend in Stade mehrere Schüsse gefallen. Die Polizei nahm zwei Tatverdächtige im Alter von 14 und 18 Jahren fest.
Am Sonnabend, 11. Juli, sind bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen junger Menschen in Stade mehrere Schüsse gefallen. Darüber informiert die Polizeiinspektion Stade.
Gegen 21 Uhr gingen bei der Polizei Meldungen über Schussgeräusche im Bereich hinter einer Tankstelle an der Harburger Straße ein. Mehrere Streifenwagen aus Stade, umliegenden Dienststellen sowie Kräfte der Bereitschaftspolizei leiteten daraufhin eine sofortige Fahndung ein.
Dabei trafen die Einsatzkräfte auf eine fünf bis sechs Personen umfassende Gruppe von Jugendlichen und Heranwachsenden im Alter zwischen 14 und 18 Jahren. Nach Angaben der Polizei sind die Beteiligten bereits aus früheren Einsätzen bekannt. Im Verlauf der Ermittlungen konnten zwei Personen der vorausgegangenen Tat zugeordnet werden.
Opfer schildern Angriff und Schüsse
Nach Angaben der fünfköpfigen Opfergruppe im Alter zwischen 16 und 20 Jahren war es zunächst zu einem Streit gekommen. Im weiteren Verlauf soll einer der Tatverdächtigen mit einem Gegenstand auf die Gruppe eingeschlagen haben. Anschließend habe ein weiterer Beteiligter eine Waffe gezogen und mehrere Schüsse abgegeben.
Ob es sich dabei um eine scharfe Schusswaffe gehandelt hat, ist derzeit noch unklar und Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Verletzt wurde nach Angaben der Polizei niemand.
Ermittlungen wegen versuchten Totschlags
Die Polizei nahm einen 14- und einen 18-jährigen Tatverdächtigen vorläufig fest. Beide wurden in das Polizeigewahrsam nach Stade gebracht, erkennungsdienstlich behandelt und erstmals vernommen.
Bei der anschließenden Spurensicherung, an der auch Diensthunde der Polizeidirektion Lüneburg beteiligt waren, stellten die Ermittler Beweismittel sicher.
Gegen die beiden Beschuldigten wird wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchten Totschlags ermittelt. Die Hintergründe der Auseinandersetzung sind bislang noch unklar.
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