Kurz vor dem Ende des Dry January - durchgezogen oder nicht?
Seit Jahrzehnten begeistert die Kolumne "Moin Cuxhaven" die Leserinnen und Leser der Cuxhavener Nachrichten. Inzwischen sorgt die Rubrik auch auf cnv-medien.de für Unterhaltung und Information. Heute: Ein Monat ohne Alkohol.
Es ist Ende Januar. Also der Zeitpunkt, an dem man langsam mal fragen darf: Wer hat den Dry January eigentlich wirklich durchgezogen? Anfang Januar war die Motivation schließlich groß. Alkohol? Braucht man nicht. Wasser war plötzlich das Getränk schlechthin. Man prostete sich mit Mineralwasser zu und sagte Dinge wie "Ich fühle mich jetzt schon viel besser". Das klang glaubwürdig - zumindest bis zum ersten Wochenende. Ab dann wurde es komplizierter. Zählt alkoholfreies Bier? Und was ist mit einem Schluck Wein zum Kochen? Der Dry January ist schließlich kein Gesetz, sondern eher ein freundlicher Vorschlag an sich selbst, auf Alkohol zu verzichten. Und Vorschläge kann man diskutieren. Jetzt, Ende Januar, gibt es zwei Gruppen: Die einen sind stolz und trinken weiter Wasser. Die anderen sagen Sätze wie "Ich mache einfach bewusster weiter". Was meistens heißt: Ab Februar wird wieder "normal" getrunken. Vielleicht ist das auch die eigentliche Leistung des Dry January: Er zeigt uns, dass wir jederzeit verzichten könnten. Wir tun es nur eher selten. Also, an alle, die noch verzichten: Glückwunsch zur Disziplin. Alle, die zwischendurch aufgegeben haben: Der nächste Januar kommt schon in elf Monaten.