Beachhandball in Cuxhaven: Die "HSG Diebels" schreibt ihre eigene Erfolgsgeschichte
29 Turniere, 29 Teilnahmen - und nun der ganz große Wurf: Die "HSG Diebels" krönte ihre außergewöhnliche Treue zum "hummel Beach Cup" des TSV Altenwalde mit dem Turniersieg. Die Altenwalderinnen "Blauen Piraten" sicherten sich die Bronzemedaille.
Besser hätte das Wochenende für die "HSG Diebels" kaum laufen können. Seit der Premiere gehören die Handballerinnen und Handballer aus Nordrhein-Westfalen zum festen Inventar des "hummel Beach Cups" in Cuxhaven - und bei der 29. Auflage des traditionsreichen Beachhandball-Turniers belohnten sie sich mit dem Turniersieg. Während die zweite Herrenmannschaft den Pokal in die Höhe stemmte, bewies die HSG einmal mehr, warum sie seit fast drei Jahrzehnten zu den prägenden Gesichtern des Turniers gehört.
Beste Bedingungen lieferten dazu auch Sonne, leichte Bewölkung und Temperaturen zwischen 22 und 24 Grad. Der nur schwache Wind ließ den Ball ungewohnt präzise fliegen, Regen spielte an beiden Turniertagen ausnahmsweise keine Rolle. Wer zwischen den Spielen eine Abkühlung suchte, fand sie in der mit 19 Grad angenehm frischen Nordsee.

Zum 29. Mal hatte der TSV Altenwalde den "hummel Beach Cup" am Duhner Strand ausgerichtet. Für die "HSG Diebels" war es der 29. Start bei ebenso vielen Turnieren. "Eigentlich war ich sogar 31 Mal hier, wenn man die Corona-Jahre mitrechnet", erzählt Pitti Leitinger. Der 59-Jährige aus St. Tönis steht inzwischen nicht mehr selbst im Sand, sondern begleitet die Mannschaft von der Seitenlinie. An die Anfangsjahre erinnert er sich noch gut. "Die ersten Jahre mit 400 verrückten Handballern waren cool. Wir sind nach Helgoland gefahren oder in die Kugelbake-Halle, wo Live-Bands gespielt haben. Heute ist das Turnier natürlich professioneller als früher."

Die HSG ist inzwischen längst ein generationsübergreifendes Projekt. "Ich spiele heute mit den Söhnen von den früheren Spielern", sagt Matthias Löcher. Für die Mannschaft aus Nordrhein-Westfalen ist das Wochenende in Cuxhaven weit mehr als ein Sportturnier. "Es ist ein fester Termin, bei dem alle zusammenkommen, die durch Arbeit oder unterschiedliche Wohnorte verstreut sind. Hier herrscht eine lockere Atmosphäre, jeder kommt mit jedem ins Gespräch - es geht um die Gemeinschaft."
Mit insgesamt 38 Frauen und Männern reiste die HSG an die Nordsee, fast alle übernachteten traditionell auf dem Zeltplatz am Deich. Der Jüngste im Spieler-Team ist 20 Jahre alt, der Älteste 37. Der sportliche Ehrgeiz komme dabei meist erst mit dem ersten Anpfiff. "Wir reisen nie mit dem Gedanken an, hier gewinnen zu müssen. Aber während des Turniers packt uns dann doch der Ehrgeiz", sagt Löcher. Und genau dieser Ehrgeiz zahlte sich aus. Während die erste Mannschaft im Achtelfinale ausschied und das Turnier auf Rang 13 beendete, marschierte die zweite Mannschaft bis ins Endspiel. Dort setzte sich "HSG Diebels 2" gegen die "BHT FlamingOS" aus Osnabrück durch und sicherte sich den Turniersieg.

Auf dem Weg zum Titel warf die "HSG Diebels 2" auch den Titelverteidiger aus dem Wettbewerb. Die "Altenwalder Youngsters" mussten sich im Achtelfinale geschlagen geben und belegten am Ende Platz elf. Die "Peters Aale" schieden ebenfalls im Achtelfinale aus und wurden Zehnte, die "Deichpiloten" unterlagen dort dem Schiedsrichterteam "Sandpfeifen" und landeten auf Rang zwölf. Für die "Zufallstruppe 404" war bereits nach der Gruppenphase Schluss.

Bei den Frauen erreichten die "Blauen Piraten" aus Altenwalde das beste Ergebnis der Gastgeber. Nach dem Halbfinal-Aus gegen die späteren Finalistinnen "Pummelprinzessinen" sicherten sie sich mit einem Sieg gegen die "Potpourri Allstars HB" den dritten Platz. Das Finale gewannen schließlich "Detlef Durstig". Für die Altenwalder "Beaches" war im Achtelfinale Endstation, die "Glücksbärchies" schieden bereits nach der Vorrunde aus.
Organisatorisch zog der TSV Altenwalde ein positives Fazit. "Die Stimmung war gut, die Organisation hat funktioniert und das Wetter hat ebenfalls mitgespielt", sagte Organisatorin Maria Nitz nach zwei rundum gelungenen Turniertagen am Duhner Strand. Für die "HSG Diebels" endete das Wochenende mit einem weiteren Kapitel ihrer jahrzehntelangen Beach-Cup-Geschichte - und diesmal sogar mit dem Pokal in den Händen.




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