Am Sonnabend kommt es auf der Kampfbahn zum Stadtderby zwischen Rot-Weiss Cuxhaven und dem TSV Altenwalde. Das Hinspiel gewann der TSV mit 1:0. Foto: Unruh
Am Sonnabend kommt es auf der Kampfbahn zum Stadtderby zwischen Rot-Weiss Cuxhaven und dem TSV Altenwalde. Das Hinspiel gewann der TSV mit 1:0. Foto: Unruh
Auf der Kampfbahn

Derby in Cuxhaven zwischen Rot-Weiss und Altenwalde: Richtungsweisendes Duell

von Jan Unruh | 20.03.2026

Der Aufstiegskampf in der Bezirksliga spitzt sich zu: Weil Spitzenreiter TSV Sievern nicht aufsteigen darf, wittern die Cuxhavener Klubs ihre Chance. Rot-Weiss trifft im Derby auf Altenwalde, der FC steht vor einer Pflichtaufgabe.

Der Aufstiegskampf in der Fußball-Bezirksliga nimmt Fahrt auf - nicht zuletzt dadurch, dass der unangefochtene Tabellenführer TSV Sievern nicht aufsteigen darf. Das weckt die Hoffnungen beim FC Cuxhaven und Rot-Weiss Cuxhaven. Die beiden gelten aktuell als heißeste Kandidaten um den Aufstieg. Doch die Saison ist noch lang. Beide Teams müssen noch einige schwere Aufgaben bewältigen. Für Rot-Weiss wird die nächste Hürde Stadtrivale TSV Altenwalde sein. Am Sonnabend kommt es ab 16 Uhr zum Duell der beiden Cuxhavener Teams auf der Kampfbahn. "Wir freuen uns auf das Spiel", sagt ein selbstbewusster RW-Trainer Philipp Schlüter. Dazu hat er auch allen Grund. Seit acht Partien ist seine Mannschaft ungeschlagen. In diesem Jahr feierten die Cuxhavener zwei Siege in zwei Spielen. "Wir sind angekommen in der Saison und in der Liga", sagt Schlüter. Das war im Hinspiel Mitte September vergangenen Jahres in Altenwalde noch ganz anders. Mit 0:1 verlor Rot-Weiss völlig verdient beim TSV, zeigte sich im gesamten Spiel fahrig und vor allem emotionslos.

Rot-Weiss mit Lennard Gersonde (r.) hat keine guten Erinnerungen an das Hinspiel. Foto: Unruh

Auch Trainer Philipp Schlüter kann sich noch gut an den Auftritt seiner Mannschaft erinnern. "Es war einfach kein gutes Spiel von uns. Wir waren nicht gut besetzt und zu dem Zeitpunkt noch nicht wirklich da." Das ist aktuell ganz anders. In den vergangenen Wochen haben die Cuxhavener ihre Ambitionen auf den direkten Wiederaufstieg untermauert. Der Rückstand auf den anderen Stadtrivalen FC Cuxhaven, der auf dem zum Aufstieg berechtigten Tabellenplatz zwei steht, beträgt nur noch vier Punkte. Zudem hat Rot-Weiss noch ein Spiel weniger absolviert. "Wir wollen den Druck weiter erhöhen", sagt Schlüter. Dazu kommt aus seiner Sicht ein Sieg gegen Altenwalde genau richtig. Doch das wird alles andere als leicht. Er erwartet einen Gegner, der "heiß" sein wird. "Die werden brennen. Wir müssen uns wehren. Aber da mache ich mir keine Sorgen", sagt der RW-Trainer. Mit Luca Mittelstädt, Sebastian Wöhlkens und Mirko Schepergerdes kehren drei Stützen des Teams in den Kader zurück. Sie sollen dafür sorgen, dass die niederlagenfreie Bilanz auf der Kampfbahn (sieben Siege, zwei Unentschieden) weiter Bestand hat.

Jan Mergard vom TSV Altenwalde erzielte im Hinspiel das Siegtor im Derby gegen Rot-Weiss Cuxhaven. Foto: Unruh

Dass der TSV Altenwalde gerade in Derbys auf den Punkt da ist, hat die Mannschaft bereits in der Hinrunde bewiesen. Das Heimspiel gegen Rot-Weiss gewannen sie mit 1:0, beim FC Cuxhaven führten sie lange mit 2:0 und holten am Ende immerhin einen Punkt. Nun wollen die Jungs von Trainer Cristiano Da Cruz Cunha auch auf der Kampfbahn etwas Zählbares mitnehmen. "Wir haben die Drei-Tannen-Arena damals angezündet, nun wollen wir die Kampfbahn anzünden", sagt Altenwaldes Trainer selbstbewusst. Sein Ziel: drei Punkte. "Wir werden gut vorbereitet sein", verspricht er.

Nicht auf dem Kunstrasenplatz am Strichweg, sondern auf der Kampfbahn werden sich Rot-Weiss und Altenwalde wohl gegenüberstehen. Foto: Witthohn

Der FC Cuxhaven ist erst am Sonntag um 15 Uhr gefordert - und steht vor einer Pflichtaufgabe. Beim Tabellenletzten FC Oste/Oldendorf soll nach drei Partien ohne Sieg der erste Dreier eingefahren werden. "Wir wollen auch als Tabellenzweiter zurückfahren", sagt FC-Coach Timo Szybora. Die vergangenen drei Partien haben die Cuxhavener deutlich analysiert. "Wir lassen uns aber nicht verunsichern", sagt Syzbora. In Estorf, wo der FC Oste/Oldendorf seine Heimspiele austrägt, soll nun das erste Erfolgserlebnis des Jahres gefeiert werden. Szybora hat sich den Gegner vergangene Woche bei der 1:4-Niederlage in Ahlerstedt angeschaut. "Sie stehen sehr kompakt und setzen auf Umschaltmomente. Darauf müssen wir aufpassen", sagt er. Das Hinspiel in Cuxhaven gewann sein Team trotz Halbzeitrückstands noch deutlich mit 5:1. Maximilian Denker wird nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt fehlen. Ob Yannick Lassmann und Stefan Cordts (beide erkältet) spielen können, entscheidet sich kurzfristig.  

Während Rot-Weiss im Derby ein Ausrufezeichen setzen will, darf sich der FC Cuxhaven beim Schlusslicht keinen Ausrutscher erlauben. Im engen Rennen um den Aufstieg zählt jetzt jeder Punkt - und jeder Fehler kann entscheidend sein.

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Jan Unruh

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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