FC Cuxhaven vor dem Neustart: Was der neue Trainer von seiner Mannschaft fordert
Kai Dombrowski übernimmt die Chefrolle beim kriselnden FC Cuxhaven. Mit Leidenschaft und Zusammenhalt will er das Team auf Kurs bringen und die sportliche Wende einleiten.
Ein neuer Trainer, eine schwierige Ausgangslage und wenig Zeit: Für Kai Dombrowski beginnt beim FC Cuxhaven gleich eine wichtige Aufgabe. Nach dem Rücktritt von Timo Szybora am vergangenen Sonntag steht der bisherige Co-Trainer erstmals als Chef an der Seitenlinie. Im Heimspiel gegen den MTV Treubund Lüneburg am Sonnabend (14 Uhr) geht es für den Tabellenletzten darum, den ersten Schritt aus der Krise zu machen.
Das erste Training am Dienstagabend hat Kai Dombrowski schon hinter sich. Sein Fazit: "Alles in allem war es gut. Ich habe mich wohlgefühlt und auch die Jungs haben mich gut aufgenommen." Der 38-Jährige habe viel Zuspruch bekommen, zudem seien viele Spieler dabei gewesen. "Das hat gutgetan und mir Vertrauen gegeben." Inhaltlich hielt Dombrowski die erste Einheit bewusst einfach. Zunächst wollte er der Mannschaft vermitteln, worauf es ihm besonders ankommt: Leidenschaft, Zusammenhalt und Spaß am Fußball. Diese Grundtugenden hätten ihn schon während seiner eigenen Zeit als Spieler geprägt. Nun sollen sie auch dem FC helfen, aus der sportlichen Krise zu kommen.
"In erster Linie geht es mir darum, ein anderes Gesicht zu zeigen. Gemeinsam zu arbeiten und Spaß an der Sache zu haben", erklärt Dombrowski. Große Versprechungen macht er vor seinem ersten Spiel als Cheftrainer nicht. Er erwarte nicht, dass der FC am Sonnabend sofort das Spiel dominiere und drei Punkte hole. Entscheidend sei zunächst die Einstellung. Die Mannschaft müsse die Grundtugenden auf den Platz bringen und als Einheit auftreten.
Dass sich die Situation nicht von heute auf morgen drehen lässt, ist Dombrowski bewusst. "Ich schnipse nicht mit dem Finger und alles ist wunderbar. Es ist wichtig, dass wir uns auf uns konzentrieren", sagt er. Zugleich setzt er auf das Vertrauen, das durch die gemeinsame Zeit bereits vorhanden ist. Der neue Cheftrainer kennt die Spieler aus seiner eineinhalbjährigen Tätigkeit im Trainerstab. Zuvor war er selbst für den FC aktiv und führte die Mannschaft als Kapitän aufs Feld. "Ich kenne die Jungs und sie kennen mich. Ich glaube an die Jungs."

Die Ausgangslage ist schwierig. Nach elf Spieltagen steht der FC mit vier Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Nur ein Sieg und ein Unentschieden stehen bislang zu Buche, neun Partien gingen verloren. Zuletzt verlor die Mannschaft beim VSK Osterholz-Scharmbeck mit 1:5. Nach der neunten Niederlage hatte Szybora seinen Rücktritt erklärt. Nun soll Dombrowski zunächst bis zur Winterpause neue Impulse setzen. Der Verein hofft auf eine langfristige Lösung, doch vorerst zählt jeder Schritt aus dem Tabellenkeller. Mit dem MTV Treubund Lüneburg wartet am Sonnabend ein Gegner, der zuletzt zweimal in Folge gewonnen hat. Der MTV belegt mit 13 Punkten den neunten Rang und setzte sich am vergangenen Wochenende mit 2:0 gegen den TuS Harsefeld durch.
Für den FC wird es deshalb nicht nur darauf ankommen, den Gegner zu bespielen. Zunächst muss die Mannschaft zeigen, dass sie die Botschaft ihres neuen Trainers verstanden hat. Dombrowski erwartet keine Wunder - aber Leidenschaft, Zusammenhalt und ein anderes Auftreten. Der erste Schritt zurück in ruhigere Fahrwasser soll am Sonnabend vor heimischem Publikum gelingen.
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