Glanzloser Sieg der Cuxhaven BasCats
Völlig missratener Auftakt, dann doch noch über den Kampf ins Spiel gefunden und am Ende mit einem toll aufspielenden Routinier sogar einen dreistelligen Sieg mit 100:76 in der 2. Basketball-Regionalliga errungen.
Rot-Weiss Cuxhaven BasCats - MTV Gifhorn 100:76 (12:20, 29:25, 33:17, 26: 14): Traditionell stehen die Zuschauer bis die Cuxhavener Korbjäger ihren ersten Punkt erzielen. Das dauerte diesmal bis in die 4. Minute der Partie, als Janes Griesmann zum 2:8 traf. Der punktlose Tabellenletzte aus Gifhorn erwischte einen hervorragenden Start in das Spiel, traf reihenweise Dreier und führte nach sieben Minuten mit 15:2. Da hatte BasCats-Coach Dennis Tiedemann längst seine erste Auszeit genommen. Er und auch die Zuschauer konnten ihren Augen nicht trauen, denn selbst die sichersten Drei-Punkte-Werfer der Cuxhavener scheiterten immer wieder aus der Distanz und auch die Freiwürfe verfehlten ihr Ziel. Und das sollte lange Zeit so bleiben. Immerhin brachten Eddie Seward und Bakary Coulibali ihr Team bis zur Viertelpause auf 12:20 heran.
Eddie Seward sicherte sich einige Rebounds
Im zweiten Viertel blieb die Wurfquote der BasCats schwach, doch Eddie Seward mit mehreren Rebounds und Lukas Dawidowski mit vier Punkten in Folge hielten die Cuxhavener in der Partie.
Darron McDuffie und Dennis Tiedemann kassierten technische Fouls, dennoch pirschten sich die Cuxhavener langsam aber sicher heran.
In der 19. Minute wurden die Fans dann erlöst. Deon McDuffie versenkte den ersten Dreier der Partie aus Cuxhavener Sicht, um kurz darauf den zweiten Drei-Punkte-Wurf erfolgreich im Netz zu versenken. Nun wurde die Wende eingeleitet. Zur Halbzeit lagen die Gäste allerdings immer noch mit 45:41 in Führung.
Nach der Pause heizte Hallensprecher Mitch Salvador die Fans noch intensiver an als ohnehin schon.
Und Deon McDuffie traf gleich den ersten Dreier zum 44:45. Lukas Dawidowski war es, der die BasCats zum ersten Mal in dieser Partie in Führung brachte (49:47). Darron McDuffie hatte nun auch Zielwasser getrunken und die Cuxhavener Korbjäger setzten sich Punkt um Punkt ab. Gifhorn war nur mit acht Akteuren angereist, was sich mit zunehmender Spieldauer bemerkbar machte. Die Kräfte schwanden, die Cuxhavener gewannen das Viertel mit 33:17 und führten 74:62.
Im Schlussviertel kam keine große Spannung mehr auf. Die Cuxhavener zeigten weiter den nötigen Einsatz, wobei Bjarne Schwarze unter den Körben großartig kämpfte und auch einen "No-Look-Pass" von Deon McDuffie sicher im Korb versenkte.
Doch die letzten Minuten der Partie gehörten einem Routinier, der eingewechselt wurde. Oliver Lüders zeigte hervorragende kämpferische Qualitäten, holte sich Rebounds und versenkte drei Korbleger. Darunter auch den vom Hallensprecher und den Fans geforderten Korbleger zum 100. Punkt.
Gegen die Spitzenteams muss eine Leistungssteigerung her
Am Ende stand ein glanzloser Pflichtsieg der Rot-Weiss Cuxhaven BasCats, der die Titelchancen aufrechterhält. Spaß machte dann doch die zweite Halbzeit, auch durch den Auftritt von Oliver Lüders.
Ein sehr gutes Spiel machte auch Bakary Coulibali, der in der Verteidigung überzeugte und 19 Punkte zum Erfolg beisteuerte und ein besonderes Lob von Coach Dennis Tiedemann bekam.
Gegen Spitzenmannschaften sollten sich die Cuxhavener Korbjäger eine Anfangsphase wie gegen den Tabellenletzten Gifhorn jedoch nicht erlauben.

