Die Zeit hat Hassan Moussa immer im Blick. Aber der Marathon-Läufer aus Bremerhaven ist auch wieder für den guten Zweck unterwegs. Foto: Privat
Die Zeit hat Hassan Moussa immer im Blick. Aber der Marathon-Läufer aus Bremerhaven ist auch wieder für den guten Zweck unterwegs. Foto: Privat
Soziales Engagement

Titelverteidiger läuft für den guten Zweck: Spendenaktion beim Cuxhaven-Marathon 2026

von Redaktion | 18.02.2026

Marathonsieger Hassan Moussa verbindet erneut Sport und soziales Engagement: Beim Cuxhaven-Marathon sammelt der Bremerhavener für das Kinderhospiz Cuxhaven-Bremerhaven - und macht jeden Trainingskilometer zur Spende.

Hassan Moussa ist ein ehrgeiziger Marathonläufer und sozial engagierter Mensch. Der Bremerhavener hat bereits erfolgreich Spenden für einen guten Zweck gesammelt. Jetzt verbindet er seine Lauf-Leidenschaft erneut mit einer Charity-Aktion - in Cuxhaven.
Als Leistungssportler hat Hassan Moussa gelernt, mit Rückschlägen umzugehen. Der Marathon-Läufer aus Bremerhaven behält den Kopf oben, wenn er mal ein Ziel nicht erreicht. "Es gibt kein zu kalt, zu warm oder zu weit. Man muss sich immer überwinden. Das ist alles ein Mindset-Thema", sagt der 38-Jährige, der mittlerweile auch als lizenzierter Lauftrainer tätig ist.

Manchmal kann aus einer Enttäuschung aber auch etwas Gutes entstehen. So meldete sich Moussa im vergangenen Jahr spontan für den Cuxhaven-Marathon an - der sieben Tage nach dem Düsseldorfer Marathon stattfand, bei dem der Bremerhavener die von ihm angestrebte Zeit verfehlt hatte. "Sieben Tage nach einem Marathon läuft man eigentlich nicht gleich den nächsten. Das würde ich keinem empfehlen", erzählt Moussa mit einem Schmunzeln.

Läuferinnen und Läufer des Cuxhaven-Marathons genießen die neue Küstenstrecke entlang der Promenade, während sie an den Strandkörben vorbeiziehen. Foto: May

Doch für ihn hat es sich gelohnt, sich nicht ans Lehrbuch gehalten zu haben. Moussa gewann den Cuxhaven-Marathon in 2:57,44 Stunden - und stellte damit eine persönliche Bestzeit auf. "Der Abstand war über zehn Minuten. Das war schon ungewöhnlich", schwärmt der Lauf-Enthusiast.

Engagement für Kinderhospiz Cuxhaven-Bremerhaven

Der sportliche Erfolg ist jedoch nicht der einzige Grund, warum der Start in Cuxhaven zu seinen Highlights des vergangenen Jahres zählte. Beim Kinderhospiz Cuxhaven-Bremerhaven erinnerte man sich daran, dass Moussa vor zwei Jahren sehr erfolgreich als Spendensammler unterwegs war. Rund um den Berlin-Marathon startete er ein Charity-Projekt, das 10.250 Euro für die Stiftung Kinderherz einbrachte. Die Kinderhospiz-Initiatoren klopften bei Moussa an, ob er sich auch ein Engagement für ein regionales Projekt vorstellen könne - und stießen auf offene Ohren.

Teilnehmende des Cuxhaven Marathons 2025 trotzen stürmischem Wind bei der neuen Strecke am Deich. Foto: May

"Ich weiß, welche Arbeit im Kinderhospiz geleistet wird. Davor habe ich riesigen Respekt. Man kümmert sich dort nicht nur um schwer kranke Kinder, sondern auch um die Eltern, die dort aufgefangen werden. Ich will auf diese wertvolle Arbeit aufmerksam machen", betont Moussa, den das Thema als dreifacher Vater berührt.
Als Titelverteidiger hat Moussa längst das Training für den nächsten Cuxhaven-Marathon aufgenommen, der am 10. Mai stattfindet. Für jeden Trainingskilometer, der vom 1. Januar bis zum Marathon zusammenkommt, können Unternehmen und Sponsoren einen frei wählbaren Betrag an das Kinderhospiz spenden. Moussa hat schon zahlreiche positive Reaktionen erhalten: "Ich finde es bemerkenswert, wie groß die Bereitschaft ist, solche Aktionen zu unterstützen."

Konkret soll das Geld dazu dienen, den erstmals stattfindenden Solidaritätslauf zugunsten des Kinderhospizes beim Cuxhaven-Marathon zu unterstützen. Kinder können kostenlos daran teilnehmen, aber dem Kinderhospiz entstehen durch Organisation, Betreuung und begleitende Angebote erhebliche Kosten. Dort will Moussa einen Beitrag leisten. "Jeder Euro hilft", wirbt der Bremerhavener um Unterstützung.
Bis zum Cuxhaven-Marathon will Moussa mindestens 1.000 Trainingskilometer abgespult haben. Im von Glätte und Kälte geprägten Januar hat er bei erschwerten Bedingungen 320 Kilometer geschafft - für ihn gibt es halt kein zu kalt oder zu weit. Mehr Infos gibt es unter https://hearthugs.jimdofree.com/.

Von Dietmar Rose

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