Matthis Schriefer ist ein Spieler, der mächtig abziehen kann. Mit seiner Wurfgewalt steuerte er acht Treffer zum Sieg gegen die HSG Bruchhausen-Vilsen bei. Foto: Witthohn
Matthis Schriefer ist ein Spieler, der mächtig abziehen kann. Mit seiner Wurfgewalt steuerte er acht Treffer zum Sieg gegen die HSG Bruchhausen-Vilsen bei. Foto: Witthohn
Handball

In der ersten Hälfte eine Gala-Vorstellung der Altenwalder Handball-Männer

von Herwig V. Witthohn | 09.03.2026

In der Handball-Landesliga der Männer zeigte der TSV Altenwalde gegen den direkten Abstiegskonkurrenten HSG Bruchhausen-Vilsen eine Halbzeit lang eine echte Galavorstellung. Am Ende stand ein deutlicher 36:23-Erfolg.

TSV Altenwalde - HSG Bruchhausen-Vilsen 36:23 (22:11): Was für eine erste Halbzeit! Die Altenwalder packten in der Defensive kräftig zu und nutzten die Chancen, die sich boten, eiskalt aus. Und die Treffer für die Altenwalder fielen nach sehenswerten Kombinationen, die die Abwehr der Gäste überforderten. So ging es schnell über 7:3 auf 15:9.  Beim Stand von 16:11 wurde es anschließend ganz bitter für die HSG Bruchhausen-Vilsen, die im Hinspiel noch mit 41:32 triumphiert hatte. Die Altenwalder zogen Tor um Tor davon, alleine Finn Habich durfte sich in dieser Phase des Spiels gleich viermal in die Torschützenliste eintragen. So stand es zur Halbzeit 22:11, die TSVer hatten sechs Tore in Serie markiert.

Nach dem Seitenwechsel wurden einige Abschlüsse zu früh gesucht, doch die Gäste wurden nicht mehr in die Partie gelassen. In der Offensive waren die Altenwalder um Matthis Schriefer nicht zu halten, in der Defensive packten die Mannen um Mirco Neu kräftig zu und auf Keeper Raphael Schriefer war Verlass. So fuhren die Altenwalder einen sicheren 36:23-Erfolg ein, der auch in der Höhe absolut verdient war. Trainer Daniel Schnautz freute sich nach der Partie darüber, das nach der hohen Niederlage im Hinspiel auch der direkte Vergleich gewonnen wurde. "Mein weiß ja nie, wie es am Ende aussieht. Mit diesem Sieg haben wir uns ein schönes Polster geschaffen, aber die Saison ist noch nicht beendet. Mich haben die Abwehrleistung von Mirco Neu und die schnellen Überkreuz-Bewegungen im Angriff beeindruckt. So konnten wir die Gäste-Abwehr immer wieder aufreißen und so wollten wir auch spielen. Die kleine Phase der zu schnellen Abschlüsse in der zweiten Halbzeit haben wir auch gut weggesteckt und den Abstand wieder vergrößert. Das Team hat eine klasse Leistung gezeigt!"

TSV Altenwalde - HSG Friedeburg/Burhafe 23:39 (12:18): Rund 50 Fans hatten die Gäste mitgebracht, denn bei einem Sieg in der Franzenburger Halle würden Meisterschaft und Aufstieg perfekt sein. Und so konnte die HSG Friedeburg/Burhafe nach der Partie ausgelassen mit den Fans bei einem Pizzaessen und kühlen Getränken feiern. Denn gegen den TSV Altenwalde hatte der neue Meister der Landesliga keine Probleme. "Ich bin froh, dass wir bis zum 8:12 mithalten konnten. Die Gäste hatten eine unglaubliche erste Welle, wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht. Das wurde bestraft", so TSV-Trainerin Miriana Schnautz. Ihr fehlt die Konstanz in den Leistungen ihres Teams. Daran wird weiter intensiv gearbeitet, auch wenn der sportliche Abstieg feststeht. "Aber vielleicht gibt es ja doch noch Chancen, in der Liga zu bleiben. Man hört so einiges", hat die Trainerin noch Hoffnungen auf den Klassenerhalt.

Franziska Hunold vom TSV Altenwalde versucht, sich gegen die starke Abwehr der HSG Friedeburg/Burhafe durchzusetzen. Foto: Witthohn

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