Kai Dombrowskis letztes Spiel: Ein Abschied mit großem Applaus (mit Video)
Der FC Cuxhaven verliert das letzte Heimspiel der Saison mit 2:5 gegen den TSV Sievern. Das Ergebnis war am Ende zweitrangig. Im Mittelpunkt stand Kapitän Kai Dombrowski, der an diesem Sonntag sein letztes Spiel für den FC Cuxhaven bestritt.
Der Plan, sich von den eigenen Fans mit einem Erfolgserlebnis zu verabschieden, scheiterte. Der FC Cuxhaven kassierte am vorletzten Spieltag eine 2:5-Niederlage gegen den TSV Sievern. Niko Grabowski brachte den FC zwar früh in Führung, doch noch vor der Halbzeit drehte Sievern die Partie. Das zwischenzeitliche 2:3 aus FC-Sicht markierte Senad Lekaj, doch die letzten Worte hatten die Gäste aus Sievern. Am Ende stand es 2:5, doch das war den meisten Spielern und auch Zuschauern am Ende egal. Im Mittelpunkt des Tages stand der Abschied des Kapitäns.
Es war das letzte Heimspiel von Kai Dombrowski. Der 37-Jährige hängt seine Fußballschuhe an den Nagel. Eine Entscheidung, die er schon im vergangenen Sommer getroffen hat. "Ich hatte also genug Zeit mich mit dem Gedanken anzufreunden", sagt er. Dennoch war der Moment seiner Auswechslung im letzten Heimspiel gegen den TSV Sievern ganz besonders für Dombrowski. Nach 59 Minuten wurde er mit großem Applaus vom Feld verabschiedet. Spieler beider Teams standen Spalier, seine langjährige Freundin Tanja Köster nahm ihn am Spielfeldrand in Empfang. "Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge", sagt der langjährige Kapitän des Teams.
Glorreiche Landesligazeiten mit Eintracht Cuxhaven
In der Jugend kickte Dombrowski für den TSV Otterndorf und den TSV Bederkesa, im Herrenbereich wechselte er von Otterndorf zum FC Neuenkirchen/Ihlienworth, ehe es ihn 2010 zum FC Eintracht Cuxhaven verschlug. Mit Ausnahme einer Saison, in der er kurz zu seinem Heimatverein nach Otterndorf zurückkehrte, kickte er in Cuxhaven, erlebte erst mit dem FC Eintracht Cuxhaven glorreiche Landesligazeiten mit, um später auch beim FC Cuxhaven eine Schlüsselrolle zu übernehmen. "Ich habe hier alles mitgenommen, was ging", sagt er.
Nun ist der Zeitpunkt gekommen, aufzuhören - zumindest mit der aktiven Karriere als Spieler. Dem FC Cuxhaven bleibt Dombrowski als Co-Trainer erhalten. Eine Aufgabe, auf die der Abwehrspieler "total Lust" hat, wie er sagt. Er denkt darüber nach, seine Trainerlizenz zu machen und sich auf dem Gebiet weiterzuentwickeln. "Ich werde versuchen meine Rolle zu finden", sagt er. Sein Körper dankt es ihm jedenfalls, dass er es nun etwas ruhiger angehen lassen will. Vor allem in den vergangenen beiden Jahren plagte sich der 37-Jährige immer wieder mit Blessuren herum. "Das war wild, aber es hat trotzdem immer Spaß gemacht", sagt Dombrowski.
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