Kein Aufstieg für Sievern - Chancen für Cuxhavener Teams
Der TSV Sievern steuert sportlich klar auf die Meisterschaft zu - doch in die Fußball-Landesliga darf der Bezirksliga-Spitzenreiter nicht aufsteigen. Damit steigen die Chancen für den FC Cuxhaven und Rot-Weiss Cuxhaven im Aufstiegsrennen.
Wer steigt in die Fußball-Landesliga auf? Diese Frage wird zwar erst in ein paar Wochen endgültig beantwortet, doch schon jetzt steht fest, wer nicht aufsteigt. Schon länger kursierte das Gerücht herum, dass der unangefochtene Tabellenführer TSV Sievern die Zulassungsanforderungen für die Landesliga nicht erfüllt. Und so ist es auch. Das bestätigte Sieverns Trainer Birk Virkus gegenüber unserem Medienhaus: "Wir können leider nicht aufsteigen", sagte er. Der Grund: Es sind zu wenig Jugendspieler im Verein. Mindestens 15 aktive Spielerinnen und Spieler in der C-, B- und A-Jugend muss ein Verein vorweisen, um in die Landesliga aufsteigen zu können. Diese Zahl verpassen die Sieverner deutlich. Nach der Winterpause hat der Verein dies auch der Mannschaft offiziell mitgeteilt. "Es ist schade. Wir hätten es gerne gemacht. Aber wir haben uns damit arrangiert", sagt Virkus. Die Saison ist damit aber nicht abgehakt, aus seiner Sicht. "Wir wollen Meister werden", sagt er. Das sieht bei drei Punkten Vorsprung vor dem FC Cuxhaven und drei weniger absolvierten Spielen aktuell gut aus. Diese Entscheidung bedeutet aber auch, dass die Aufstiegshoffnungen bei anderen Teams größer werden. Genauer gesagt beim FC Cuxhaven und Rot-Weiss Cuxhaven. Derzeit sieht es so aus, als ob diese beiden Mannschaften den Aufstieg unter sich ausmachen, da auch der aktuell Tabellendritte SV Ahlerstedt/Ottendorf nicht hochgehen darf, da die erste Mannschaft des Vereins bereits in der Landesliga spielt. Sowohl beim FC als auch bei Rot-Weiss will man von dieser Thematik aber gerade nichts wissen. Sowohl FC-Trainer Timo Szybora als auch sein Rot-Weiss-Amtskollege Philipp Schlüter ließen dieses Thema unkommentiert. "Wir schauen von Spiel zu Spiel", sagt Schlüter. Ähnlich geht es Szybora an: "Wir arbeiten vernünftig weiter." Trotz der zwei Auftaktniederlagen zu Beginn des Jahres in Bokel und Stinstedt belegt der FC Cuxhaven den zweiten Platz, hat drei Punkte Vorsprung vor dem viertplatzierten Stadtrivalen. Am Sonntag um 14 Uhr empfängt der FC auf dem Sportplatz in Groden den TSV Apensen zum ersten Heimspiel des Jahres. Dann sollen laut Szybora endlich die ersten Punkte im Jahr 2026 eingefahren werden. "Die zwei Niederlagen ärgern uns natürlich, aber wir brechen nicht in Hektik aus", sagt er. Das Hinspiel in Apensen gewannen die Cuxhavener recht deutlich mit 4:1, doch schon damals war es "ein hartes Stück Arbeit", so Szybora. Yannick Lassmann wird gelbgesperrt fehlen, hinter den Einsätzen von Kevin Kreth, Finn Deike, Ferris Emmeluth und Niko Grabowski stehen noch Fragezeichen.
Deutlich mehr Personalprobleme hat Rot-Weiss Cuxhaven am Sonnabend (Anstoß 15.30 Uhr) beim Auswärtsspiel in Harsefeld. Gegen die Landesliga-Reserve fehlen Trainer Schlüter zahlreiche Stammkräfte. "Wir treten mit dem letzten Aufgebot an", sagt Schlüter. Gerade einmal 13 Spieler stehen ihm zur Verfügung - personelle Unterstützung aus der zweiten Mannschaft eingerechnet. Vor allem der Ausfall der beiden gesperrten Stürmer Luca Mittelstädt und Gabriel Costa schmerzt. Dennoch glaubt er daran, auch auf dem Kunstrasenplatz in Harsefeld erfolgreich sein zu können. "Es müssen sich alle reinwerfen", sagt er. Er hat sich die Harsefelder am vergangenen Wochenende beim Spiel in Altenwalde angeschaut. "Sie sind vor allem nach Standardsituationen gefährlich", sagt Schlüter.
Für den TSV Altenwalde steht das nächste Heimspiel auf dem Plan. Am Sonntag ab 15 Uhr ist der MTV Hammah zu Gast in der Drei-Tannen-Arena. Beide Mannschaften befinden sich im Kampf um den Klassenerhalt. Altenwalde steht auf Platz zehn (20 Punkte), Hammah mit einem Zähler weniger auf Platz zwölf. Beide Mannschaften haben vergangene Woche in ihrem ersten Spiel unentschieden gespielt. Hammah 3:3 iun Stotel, Altenwalde 1:1 gegen Harsefeld II. "Wir waren zufrieden mit dem Auftakt", sagt TSV-Trainer Cristiano Da Cruz Cunha. Gegen Hammah soll der gute Auftakt mit dem ersten Sieg des Jahres versüßt werden.