Rollwagen statt Kufen: Silberbergtrail lockt Schlittenhunde in die Wingst
Die Saison der Schlittenhunde ist fast vorbei - doch in der Wingst wird noch einmal gestartet. Beim "Silberbergtrail" gehen am Wochenende rund 100 Gespanne auf eine 5,3 Kilometer lange Waldstrecke. Das Rennen war im November noch abgesagt worden.
Die Saison ist mehr oder weniger beendet. Die großen Schlittenhunderennen sind Geschichte. Doch ein paar wenige Hunde laufen noch mit ihren Herrchen und Frauchen. Und zwar am kommenden Wochenende in der Wingst. Dort findet zum wiederholten Male der "Silberbergtrail" statt - ein Schlittenhundewagenrennen durch den Wald.
Eigentlich sollten die Hunde bereits Ende November losgelassen werden. Damals war die Resonanz aber zu gering. Gleichzeitig mit dem Rennen in der Wingst fand eine WM-Qualifikation in Thüringen statt. Viele der Athleten meldeten sich für den Lauf in Thüringen an. Schweren Herzens mussten Klaus Holtmann und seine Mitstreiter das Rennen absagen. Ganz ausfallen lassen, wollte der Organisator vor Ort das Rennen aber nicht. Und so wird die Veranstaltung am kommenden Wochenende nachgeholt. Am Sonnabend und Sonntag (14./15. März) gehen rund 100 Gespanne an den Start. Deutlich weniger als bei der vergangenen Auflage. Das hat diesmal vor allem mit dem späten Termin zu tun, weiß Holtmann. "Dennoch wollten wir das Rennen durchziehen", sagt er. Zusammen mit dem Waldbesitzer Gebhard von der Wense hat er in den vergangenen Tagen die Strecke hergerichtet. "Wir haben Geäst entfernt, Sand aufgeschüttet und Matschlöcher dichtgemacht", sagt Holtmann. Die Teilnehmer dürfen sich auf eine anspruchsvolle und top hergerichtete Strecke freuen. Der Rundkurs durch den Wald ist circa 5,3 Kilometer lang. Doch anstatt eines Schlittens mit Kufen stehen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Wingst zumeist auf rollenden Gefährten. Denn statt über Schnee fahren sie über Stock und Stein durch den Wald.
Das Fahren mit den Rollwagen auf Rädern sei früher nur als Vorbereitung auf die Schlitten-Schneesaison praktiziert worden und habe sich als eigene Sportkategorie verselbstständigt. Sportlerinnen und Sportler aus dem gesamten Norddeutschen Raum kommen mit ihren Vierbeinern gerne in die Wingst. "Das Gebiet hier ist ein Traum", weiß Holtmann. Los geht es am Sonnabend und Sonntag jeweils um 9 Uhr. Der Start- und Zielbereich wird wieder im Dobrock-Reitstadion eingerichtet. "Wir freuen uns, dass wir jetzt auch wirklich starten können", sagt Holtmann.