Finn Habich war mit acht Treffern bester Torschütze bei den Altenwaldern. Foto: Unruh
Finn Habich war mit acht Treffern bester Torschütze bei den Altenwaldern. Foto: Unruh
Handball

Knapp, aber gewonnen: Altenwalde klettert aus der Abstiegszone

von Jan Unruh | 08.02.2026

Die Handball-Männer des TSV Altenwalde haben ihren ersten Sieg des Jahres gefeiert und damit die Abstiegszone verlassen. Gegen die SG Buntentor/Neustadt setzte sich der TSV mit 20:19 durch - ein knapper Arbeitssieg voller Einsatz und starker Abwehr.

Als die Schlusssirene ertönte, war der Jubel groß. Die Handball-Männer des TSV Altenwalde haben ihren ersten Sieg des Jahres eingefahren - mit viel Einsatz, großem Willen und einer defensiven Meisterleistung. Damit verließen die Altenwalder erstmals nach langer Zeit wieder die Abstiegszone der Landesliga. Gegen die SG Buntentor/Neustadt war es vor allem eine Partie der vergebenen Chancen. Gerade die Altenwalder hatten immer wieder Pech mit Pfosten- und Lattentreffern. So blieb es bis zum Schluss ein Spiel auf Augenhöhe. Die Führung wechselte hin und her. In der ersten Hälfte legten meist die Gäste aus Bremen vor, der TSV zog meist in Person von Finn Habich nach. Dennoch stand es 9:11 aus TSV-Sicht nach den ersten 30 Minuten. Dank eines 4:1-Laufes direkt nach der Pause drehte Altenwalde die Partie (13:12). Doch die Mannschaft von Trainer Daniel Schnautz verpasste es, sich danach abzusetzen. Dafür stand die Abwehr um Torhüter Andreas Wittke ausgezeichnet. Fünf Minuten vor Schluss glich Buntentor zum 17:17 aus. Eine Minute vor dem Ende stand es 19:19. Dann traf A-Jugendspieler Louis Tiedemann zum 20:19. Den letzten Angriff vereitelte die Altenwalder Abwehr, sodass es beim knappen Sieg blieb. "Das war ein Arbeitssieg", sagte Trainer Daniel Schnautz nach dem Spiel erleichtert. Unter dem Strich zählen für ihn nur die zwei Punkte. Wie wichtig diese waren, zeigt ein Blick auf die Tabelle. Nach Wochen auf einem Abstiegsplatz hat der TSV den Sprung über den Strich geschafft. Darauf können sie sich aber nicht ausruhen, denn es bleibt eng im Kampf um den Klassenerhalt. Zehn Spiele gilt es noch zu absolvieren. Das Positive aus Altenwalder Sicht: Sieben davon bestreiten sie in der heimischen Franzenburger Halle. Das nächste schon in der kommenden Woche. Dann ist der ATSV Habenhausen III zu Gast. Eine Mannschaft, die hinter den Altenwaldern in der Tabelle steht. 

Dann wird wahrscheinlich auch wieder Marc Multhauf im Trikot der Altenwalder zu sehen sein. Der 36-Jährige feierte am Sonnabend gegen Buntentor sein Debüt im Trikot des TSV und zeigte gleich, wie wichtig er für die junge Altenwalder Mannschaft ist. Multhauf hat zuletzt in Plauen in der Oberliga gespielt, aber auch schon Drittligaerfahrung beim VfL Gummersbach gesammelt. Ebenfalls neu im Team ist der 32-jährige Jonas Bergerhoff, den Multhauf noch aus Zeiten beim VfL Gummersbach kennt. Die Premiere des Linkshänders verlief aber alles andere als gut. Schon nach wenigen Minuten verletzte er sich an der Achillessehne und musste fast das gesamte Spiel von der Bank aus verfolgen. 

Mit Multhauf und Bergerhoff im Team bekommt der TSV Altenwalde spürbar mehr Erfahrung und Durchschlagskraft - auch wenn Bergerhoff länger auszufallen droht. Der knappe Sieg gegen Buntentor gibt Rückenwind, und in den kommenden Heimspielen will die Mannschaft beweisen, dass sie bereit ist für den Kampf um den Klassenerhalt. 

TSV Altenwalde: Raphael Schriefer und Andreas Wittke (im Tor), Lennart Schlick (1), Jonas Bergerhoff, Mirco Neu, Christoph Kanehl (1), Finn Habich (8), Louis Tiedemann (2), Ben Fatnassi, Malte Giesche (3), David König (2), Marc Multhauf (3). 

Der 36-jährige Marc Multhauf lief am Sonnabend erstmals für den TSV Altenwalde auf. Er bringt eine große Menge an Erfahrung mit. Foto: Unruh

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Jan Unruh

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

unruh@no-spamcnv-medien.de

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