Nervenstark in der Schlussphase: Altenwalde weiter mit weißer Weste
Der TSV Altenwalde zeigt Nervenstärke gegen den VfL Rastede und sichert sich mit einem starken Schlussspurt den dritten Sieg im dritten Spiel der Handball-Landesliga. Ein hartes Stück Arbeit.
Zufrieden war Altenwaldes Trainer Claas Herzberg nach dem Spiel nur bedingt. Seine Mannschaft hat sich erstmals in dieser Saison sehr schwergetan gegen körperlich robuste Gegner aus Rastede, hatte Probleme mit dem eigenen Tempospiel und vor allem eine ganz schwache Abschlussquote. Dennoch reichte es durch einen guten Schlussspurt zum dritten Sieg im dritten Spiel der Handball-Landesliga. "Wir haben es diesmal nicht geschafft, unsere Stärken auszuspielen", sagte Herzberg nach dem Spiel. Das waren in den ersten beiden Saisonpartien ganz klar die Schnellangriffe über die erste und zweite Welle, die am Sonnabend in der Franzenburger Halle meist im Keim erstickten. Das lag auch an der harten Gangart des Gegners, die die Altenwalder immer wieder vor Probleme stellte. "Wir haben uns darauf eingelassen und viel zu verkopft gespielt", so Altenwaldes Trainer. Nach ausgeglichenem Start legte Rastede ab der 5. Spielminute stets vor, die Altenwalder rannten an, zeigten aber Nerven vor dem gegnerischen Tor. Zur Pause lagen die Altenwalder mit 11:13 in Rückstand. "Völlig verdient", wie Herzberg sofort anmerkte. In den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte verteidigten die Gäste ihren Vorsprung mit viel Kampfgeist und Einsatz.
In den letzten 20 Minuten setzte sich aber die spielerische Überlegenheit des TSV durch. Angetrieben von einem starken David König, der an diesem Tag zwar kein Tor warf, dafür aber fast alle Offensivaktionen einleitete, drehten die Altenwalder die Partie. In der 44. Minute glich Tammo Rosenberg mit einem verwandelten Siebenmeter zum 16:16 aus. Es war einer von fünf Strafwürfen, die der Linksaußen in der Schlussphase des Spiels verwandelte. Rosenberg zeigte Nervenstärke. Sehr zur Freude des gesamten Teams, das nun auch lautstark jede gelungene Aktion auf dem Spielfeld und auf der Bank feierte. Die TSVer setzten sich ab. Spätestens als Rosenberg mit seinem fünften Siebenmeter in der 55. Minute den Spielstand auf 25:20 stellte, war die Partie entschieden. Am Ende gewann Altenwalde mit 28:22 und verteidigte die Tabellenführung in der Landesliga. "Auch solche Spiele muss man erst mal gewinnen", sagte Herzberg erleichtert. Die kämpferische Leistung stimmte am Ende - vor allem in den letzten 20 Minuten. In der Phase stand auch die Abwehr um Mittelblocker Mirco Neu deutlich besser. "Das hat uns die nötige Motivation gegeben", ist sich Altenwaldes Trainer sicher. Nur acht Gegentore kassierte seine Mannschaft im zweiten Durchgang. Der Lohn ist der dritte Sieg im dritten Saisonspiel. Ein perfekter Start in die Saison für Neu-Trainer Claas Herzberg und seine Mannschaft, die vor der Saison ihre besten Werfer abgegeben hat. Zeit zum Zurücklehnen bleibt nicht. Die Saison ist noch lang. "Jetzt geht es darum, weiterzuarbeiten und die gezeigten Leistungen zu bestätigen", so Claas Herzberg.
TSV Altenwalde: Raphael Schriefer und Alex Rudolph (im Tor), Ben Fatnassi, Timm Redlin (5), Jonas Bergerhoff (4), Mirco Neu (4), Tammo Rosenberg (6), Jan Burgdorf (1), Tim Ruppelt (1), Volker Ahl, Lennart Schlick (4), Sebastian Schneider (2), Malte Giesche (1), David König, Tjure Tiedemann.
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