Im vergangenen Jahr feierte der Red-Bull-Wattlauf seine Premiere. Am Sonntag werden sich 1500 Läuferinnen und Läufer bei der zweiten Auflage der Herausforderung stellen. Foto: Red Bull/Pascal Lieleg
Im vergangenen Jahr feierte der Red-Bull-Wattlauf seine Premiere. Am Sonntag werden sich 1500 Läuferinnen und Läufer bei der zweiten Auflage der Herausforderung stellen. Foto: Red Bull/Pascal Lieleg
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Red-Bull-Wattlauf 2026 in Cuxhaven: 1500 Läufer trotzen Gezeiten - Influencer dabei

von Jan Unruh | 15.09.2026

1500 Läuferinnen und Läufer starten am Sonntag ein besonderes Abenteuer. Zum zweiten Mal geht es beim Red-Bull-Wattlauf über Sand und Schlick durchs Wattenmeer von Cuxhaven nach Neuwerk - und zurück. Alle Infos zum Event.

Am kommenden Sonntag, 20. September 2026, fällt der Startschuss für den zweiten Red-Bull-Wattlauf. Rund 1500 Läuferinnen und Läufer stellen sich der außergewöhnlichen Herausforderung im Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer. Von Duhnen geht es über Sand, Schlick, Priele und knöcheltiefes Wasser in Richtung der zwölf Kilometer entfernten Insel Neuwerk und zurück - immer mit der Flut im Nacken.

Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr wartet die zweite Ausgabe mit starken Teilnehmern und erweitertem Rennformat auf. Florian Neuschwander und David Schönherr, beide Gewinner des Wings-for-Life World-Runs in München, treffen erstmals im Watt aufeinander. Neuschwander bringt dabei besondere Wattlauf-Erfahrung mit: Im Vorjahr sicherte sich der Ultraläufer mit weitem Abstand den Sieg beim ersten Red-Bull-Wattlauf. Ebenfalls bestätigt sind unter anderem der Extremläufer Kim Gottwald sowie Hybrid-Athlet Lukas Müller.

Veranstalter und Titelverteidiger Kim Gottwald (l.) kommt auch zum Red-Bull-Wattlauf nach Cuxhaven. Foto: David Ebener/dpa

"Der Red-Bull-Wattlauf ist einfach ein komplett anderes Rennen. Im vergangenen Jahr konnte ich die ersten vier Kilometer im 3:30er-Schnitt noch richtig schnell angehen. Danach folgten fast drei Kilometer durch hüft- bis brusthohes Wasser. Plötzlich dauert ein Kilometer acht, zehn oder sogar zwölf Minuten. Da heißt es, das Tempo herauszunehmen und zwischendurch auch mal zu gehen", sagt Florian Neuschwander.

Auch David Schönherr fiebert seinem ersten Rennen im Watt entgegen: "Zwölf Jahre lang bin ich Straßenmarathon gelaufen, immer mit dem Ziel, eine Bestzeit zu erreichen. Der Red-Bull-Wattlauf bringt Abwechslung und fordert einen heraus, die gewohnte Komfortzone zu verlassen. Bei einem Zehner lässt sich ungefähr einschätzen, was auf einen zukommt. In Cuxhaven bleibt dagegen offen, wie hoch das Wasser steht und was der Untergrund hergibt."

David Schönherr und Florian Neuschwander gehen in Cuxhaven an den Start. Neuschwander gewann im vergangenen Jahr den Red-Bull-Wattlauf. Foto: Marc Müller

Einzigartiger Lauf gegen die Gezeiten

Beim Red-Bull-Wattlauf treten die Athleten nicht nur gegeneinander an, sondern vor allem gegen einen unsichtbaren und dynamischen Gegner: die Gezeiten. Der extreme Tidenhub gibt den Rhythmus des Rennens vor. Nur wer schnell genug ist, schafft es rechtzeitig zurück ans Festland, bevor die Flut einsetzt. Der Wendepunkt der 24,6‑Kilometer-Langstrecke liegt am historischen Leuchtturm auf der Insel Neuwerk. Hier wird den Läufern die Wendemarken ausgegeben. Aufgrund der Gezeiten gilt eine strikte Cut-off-Zeit für das Erreichen der Insel. Wer diese nicht einhält, wird aus Sicherheitsgründen aus dem Rennen genommen. Der erste Rennstart erfolgt gegen 11.10 Uhr am Sonntag.

Beim Red-Bull-Wattlauf geht es durchs Watt vor Cuxhaven. Foto: Christian Brecheis/Red Bull

Neue Kurzstrecke über 12,3 Kilometer

Als eines der neuen Highlights in diesem Jahr haben die Teilnehmenden erstmals die Wahl zwischen zwei Distanzen: Neben der Hauptdistanz über 24,6 Kilometer können sich auf der neuen Kurzstrecke über 12,3 Kilometer auch Hobbyläufer der Herausforderung im Watt stellen. Entlang des offiziellen Wattwanderwegs warten statt Asphalt wechselnde Untergründe aus Schlick, Sandbänken, Prielen und flachem Wasser. Ein eigens aufgestellter Miniatur-Leuchtturm markiert dabei die Wendemarke und sorgt bei den Kurzstreckenläufern für ein ganz besonderes Watterlebnis.

Abwechslungsreiches Rahmenprogramm

Das Programm beginnt bereits am Tag vor dem Rennen. Am Sonnabend, 19. September, erwartet Teilnehmer und Besucher neben der Startnummernausgabe ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm rund um den Red Bull Wattlauf. Ab 18 Uhr sprechen Florian Neuschwander und David Schönherr beim Panel-Talk über ihre Erwartungen an das Rennen, die besonderen Herausforderungen im Watt sowie die Bedeutung von Taktik und mentaler Stärke. Um 18:45 Uhr folgt ein gemeinsamer Shake-Out-Run entlang der Küste.

Alle Informationen zum Red Bull Wattlauf 2026 unter www.redbull.com/wattlauf.

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