Die Cuxlandhalle ist das jüngste sportliche Neubauprojekt in der Stadt Cuxhaven. Im neuen Sportentwicklungsplan werden die Sportstätten genau unter die Lupe genommen. Foto: Unruh
Die Cuxlandhalle ist das jüngste sportliche Neubauprojekt in der Stadt Cuxhaven. Im neuen Sportentwicklungsplan werden die Sportstätten genau unter die Lupe genommen. Foto: Unruh
Neue Planung

Sportstätten in Cuxhaven: Neuer Entwicklungsplan zeigt Zukunft der Sportanlagen

von Jan Unruh | 15.04.2026

Die Stadt Cuxhaven hat ihren Sportentwicklungsplan fortgeschrieben. Neben großen Neubauprojekten rückt dabei vor allem die Sanierung bestehender Sporthallen stärker in den Fokus.

Um Sport zu treiben, braucht es Sportstätten. Die wiederum sollten den heutigen Standards entsprechen. In diesen Bereichen haben viele Städte und Kommunen Nachholbedarf - auch die Stadt Cuxhaven. Das hat der Sportentwicklungsplan aus dem Jahr 2014 offengelegt. Seitdem hat sich jedoch viel getan. Nun wurde der Plan fortgeschrieben - mit weiteren Handlungsempfehlungen. 

Wolfgang Schabert kennt Cuxhaven. Der Projektleiter des "Instituts für Kooperative Planung und Sportentwicklung" (ikps) hat vor zwölf Jahren einen Sportentwicklungsplan für die Stadt erstellt. Seitdem hat er die Entwicklung eng begleitet. Bereits 2021 wurde der Plan aktualisiert, jetzt wurde er ein weiteres Mal fortgeschrieben. Im Mittelpunkt standen die Turn- und Sporthallen sowie die Sportplätze der Stadt Cuxhaven. "Es geht darum, die Weichen für die Zukunft neu zu stellen", schreibt Schabert in seinem Abschlussbericht. Er hat den Prozess zwar geleitet, wurde aber von einer lokalen Planungsgruppe unterstützt - bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des organisierten Sports, der im Rat vertretenden Fraktionen und Vertretern aus diversen Fachbereichen der Stadtverwaltung, aus Schulen, Kindergärten und weiteren Institutionen. Es war ein Gemeinschaftsprojekt - wie schon damals im Jahr 2014. In Bezug auf Sportstätten hat sich seitdem einiges getan. Zwei neue Kunstrasenplätze sind entstanden, ein dritter folgt noch in diesem Jahr. Zudem ist das Hallenbad komplett neu gebaut worden und als Ersatz für die Rundturnhalle steht die neue Cuxlandhalle in den Startlöchern. "Nicht zuletzt diese Großinvestitionen zeigen, dass Sport und Bewegung in Cuxhaven eine wichtige Rolle spielen", so Schabert. Doch der Prozess ist noch lange nicht beendet.

Mit dem Neubau der Gorch-Fock-Schule und einem Ersatzbau für die damit verbundene Gorch-Fock-Halle und Hermann-Allmers-Halle sowie der Abgängigkeit der Grimmershörnhallen stehen in den nächsten Jahren weitere Großprojekte an. Diese werden vor allem von der Schulentwicklungsplanung bestimmt und geprägt. "Ziel und Inhalt der Sportstättenentwicklungsplanung war es daher, vor allem auch kleinere und umsetzungsfähige Projekte zu definieren", heißt es im Abschlussbericht. Dazu hat sich die Planungsgruppe reichlich Gedanken gemacht. Als zentraler Punkt der Handlungsempfehlungen und auch als Starterprojekt wurde die Erstellung eines Hallensanierungskonzeptes bestimmt. Diesem liegt die Überlegung zugrunde, in den kommenden Jahren den alleinigen Fokus nicht nur auf die Neubauprojekte zu legen, sondern auch den in die Jahre gekommenen Bestand betriebsfähig zu halten. Insgesamt 25 Hallen- und Sporträume gibt es im Stadtgebiet. Viele davon sind sanierungsbedürftig. "Es geht nicht alles auf einmal", weiß Schabert.

Das liegt vor allem am nötigen Geld. Es bleibt abzuwarten, welche Projekte und Empfehlungen aus dem Plan letztlich wirklich in die Tat umgesetzt werden. Das wird auch eine politische Entscheidung sein. In den nächsten Wochen wird der Sportstättenentwicklungsplan in diversen Ausschüssen und Ende Juni im Rat der Stadt Cuxhaven vorgestellt. Die Richtung ist klar. Das Konzept hat einen möglichen Weg zur Umsetzung vieler wichtiger Sportstättenprojekte aufgezeigt. "Der Schwerpunkt der Planungsgruppe lag eindeutig auf der Umsetzbarkeit der Empfehlungen. Auch die Anzahl der Projekte wurde bewusst so gewählt, dass diese in einem Zeitraum von einigen Jahren auch umzusetzen wären", heißt es abschließend von Wolfgang Schabert. 

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Jan Unruh

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