Die Zeiten des holprigen Bolzplatzes sind bald vorbei. Noch in diesem Jahr entsteht auf der Fläche ein Kunstrasenplatz. Foto: Unruh
Die Zeiten des holprigen Bolzplatzes sind bald vorbei. Noch in diesem Jahr entsteht auf der Fläche ein Kunstrasenplatz. Foto: Unruh
Sportstätte

Planung für Kunstrasenplatz in Otterndorf fast fertig - große Spendenaktion läuft

von Jan Unruh | 30.06.2025

In Otterndorf rückt der Bau eines neuen Kunstrasenplatzes näher. Dank intensiver Planung und großzügiger Unterstützung soll der marode Bolzplatz bald in eine moderne Sportstätte umgewandelt werden.

Nach zweijähriger Planungszeit soll es nun im Herbst endlich so weit sein: der marode Bolzplatz am Sophienweg soll in einen öffentlich zugänglichen Kunstrasenplatz umgewandelt werden, der nach Fertigstellung nicht nur dem TSV Otterndorf, sondern allen Einwohnern von Otterndorf als Sportstätte ienen soll. Der Spatenstich ist für den Herbst vorgesehen, eine Fertigstellung noch in diesem Jahr.

"Wir sind froh, dass es bald endlich so weit ist und die Arbeitsmaschinen anrollen können. Wir haben zwei Jahre größtenteils ehrenamtlich durch den TSV und insbesondere der Fußballabteilung die gesamte Anlage geplant und stehen kurz vor der Verwirklichung. Wir mussten in der Zeit nicht nur die gesamte Planung der Anlage übernehmen, sondern hauptsächlich auch die der Finanzierung. Immerhin reden wir von einem Gesamtvolumen von fast einer halben Million Euro", sagt Fußballabteilungsleiter Sebastian Reuter.

Dafür erhält die Stadt einen komplett neuen Kunstrasenplatz, weiterhin ist eine neue LED-Flutlichtanlage und ein neuer Ballfangzaun geplant. Neben Fördergeldern vom Kreis- bzw. Landessportbund sowie Zuschüssen von Stadt und Landkreis wird ein nicht unerheblicher Teil dieses "Jahrhundertprojektes" aus Mitteln des TSV Otterndorf und vorwiegend der Fußballabteilung getragen.

"Wir lehnen uns mit diesem Projekt finanziell schon ganz schön aus dem Fenster, aber leider wäre es ohne diesen großen finanziellen Beitrag vom TSV und der Fußballabteilung gar nicht erst zu dieser Idee des neuen Kunstrasenplatzes bzw. der Umsetzung gekommen", sagt Reuter.

Der Jahnplatz, einziger stadteigener Rasenplatz und einst Aushängeschild, ist mittlerweile derart in Mitleidenschaft gezogen, dass Trainings- und Wettkampfbetrieb absolut an seine Grenzen gekommen sind.

"Wir erleben mittlerweile jedes Wochenende, dass angereiste Mannschaften aus dem gesamten Landkreis Cuxhaven und Stade mit Blick auf den Jahnplatz ungläubig fragen: Und hier spielt ihr Fußball? Nicht wenige Schiedsrichter haben schon geäußert, dass auf diesem Platz ein Wettkampfbetrieb gar nicht mehr möglich ist. Wahrscheinlich ist der Jahnplatz mittlerweile einer der schlechtesten Rasenplätze im Landkreis, was den Zustand betrifft. Es wird höchste Zeit für die Entlastung durch den Kunstrasenplatz"

Trotz Zuschüssen muss der TSV Otterndorf einen nicht unerheblichen finanziellen Teil für die Umsetzung selbst in die Hand nehmen.

"Nach derzeitigem Stand muss der TSV mit einem sechsstelligen Eurobetrag zur Umsetzung des Großprojektes beitragen. Wir hoffen, dass wir für unsere Idee und die Umsetzung zahlreiche Sponsoren von Privatpersonen bis hin zu Firmen begeistern können, ein Teil des Projekts zu werden. Wir sind als Abteilung gar nicht in der Lage, einen derartigen finanziellen Anteil allein zu stemmen, zumal die Kinder und Jugendlichen immer noch keinen Abteilungsbeitrag zahlen müssen, um bei uns zu kicken. Und dies wollen wir auch so beibehalten", sagt der Abteilungsleiter.

Zu diesem Zweck hat die Fußballabteilung zwei Unterstützungsprojekte ins Leben gerufen, um Spendengelder generieren zu können. Zum einen soll bei der Tribüne auf dem Jahnsportplatz eine Rückwand installiert und mit Bandenwerbung von Firmen verkleidet werden.

"Hierzu bieten wir ein Sponsoringpaket für Premium-Sponsoren an, bei dem sich insbesondere Firmen über zehn Jahre hinweg einen auch von der Straße aus gut sichtbaren Bandenwerbeplatz sichern können. Die Einnahmen fließen zu 100 Prozent in die neue Rückwand der Tribüne sowie den Kunstrasenplatz."

Zum Anderen wurde ein sogenanntes "Parzellen-Spendenmodul" durch die Fußballabteilung entworfen, bei dem der neue Kunstrasenplatz symbolisch in Parzellen aufgeteilt ist und wo jeder von Privatperson bis hin zur Firma Parzellen "erwerben" und so einen Spendenbeitrag leisten kann.

"Auch hier fließen die Spendeneinnahmen zu 100 Prozent in die Erstellung des Kunstrasenplatzes. Es sind Parzellen beginnend ab 50 Euro bis hin zu "Prestigeflächen" (z.B. der Strafraum für 1500 Euro) vorhanden. Das Parzellen-Spendenmodell lässt sich über die Internetseite www.tsv-otterndorf.fussball-kunstrasen.de erreichen. Hier sind auch diverse Informationen zu dem Projekt sowie den Spendenmodellen zu finden.  

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