Die Altenwalderin Franziska Hunold zeigte sich vom Punkt treffsicher, traf vier ihrer fünf Siebenmeter im Spiel in Friedrichsfehn. Foto: Unruh
Die Altenwalderin Franziska Hunold zeigte sich vom Punkt treffsicher, traf vier ihrer fünf Siebenmeter im Spiel in Friedrichsfehn. Foto: Unruh
Handball

Trotz Kampfgeist: Altenwalde rutscht tiefer in die Krise

von Jan Unruh | 17.02.2026

Der Abstiegskampf spitzt sich zu: Die Handballerinnen des TSV Altenwalde müssen nach der nächsten Niederlage einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Trotz einer kämpferisch starken Leistung rückt der Klassenerhalt in immer weitere Ferne.

Die Luft im Abstiegskampf wird immer dünner für den TSV Altenwalde. Die Chancen auf den Klassenerhalt in der Handball-Landesliga schwinden von Woche zu Woche. Auch bei der SG Friedrichsfehn/Petersfehn II setzte es eine Niederlage für die TSV-Frauen - die 13. im 15. Spiel. 

Nach dem Erfolg im Hinspiel gegen Friedrichsfehn rechneten sich die Altenwalderinnen auch im Rückspiel etwas aus. Doch die Vorzeichen standen nicht gut. Neben der langen Negativserie, mit der die Altenwalder ins Spiel gingen, plagten sie auch personelle Probleme. Kurzfristig musste Trainerin Miriana Schnautz auch noch auf Laura Kühne und Torhüterin Finnya Arp verzichten. Mit nur zehn Spielerinnen traten die TSVerinnen die Reise ins Ammerland an. Doch die wehrten sich nach Kräften, trotzten den Umständen und zeigten ein gutes Spiel. "Davon können wir uns auch nichts kaufen", sagte Miriana Schnautz. So standen die Altenwalderinnen nach 60 Minuten erneut mit leeren Händen da. Nach einem frühen Rückstand kämpften sich die Altenwalderinnen in die Partie und schafften kurz vor dem Seitenwechsel den 13:13-Ausgleich. In der Ansprache vor dem Spiel ging es weniger um spielerische Elemente, sondern um die richtige Körpersprache und Spannung. Die Vorgaben haben die Altenwalderinnen laut Schnautz gut umgesetzt. Der kämpferische Einsatz stimmte. "Die Mannschaft hat sich gewehrt", sagte die TSV-Trainerin.

Dass es am Ende nicht zu einem Erfolgserlebnis reichte, lag daran, dass sie den Beginn der zweiten Hälfte komplett verschliefen und nach 45 Minuten plötzlich mit 16:23 zurücklagen. Aufgeben war an diesem Tag aber keine Option. Altenwalde kämpfte und verkürzte den Rückstand zehn Minuten vor dem Ende auf nur noch zwei Tore (22:24). Sie witterten ihre Chance auf etwas Zählbares, doch die Aufholjagd kostete Kraft. Zu viel Kraft. Friedrichsfehn zog wieder davon - und sicherte sich am Ende den Sieg mit 32:26. "Ich bin nicht unzufrieden unter den Voraussetzungen", sagte Schnautz. Doch im Kampf um den Klassenerhalt zählen nur noch Siege. Der Rückstand der Altenwalderinnen zum ersten Nichtabstiegsplatz beträgt schon neun Punkte. Nur noch 14 Zähler sind in den restlichen sieben Begegnungen zu vergeben. Nächstes Wochenende können die TSVerinnen aber erst einmal durchschnaufen. Sie haben spielfrei. Dann beginnt der Saisonendspurt. Fünf der sieben Partien bestreitet Altenwalde in der Franzenburger Halle. "Ein Erfolgserlebnis wäre mal schön, aber es ist total der Wurm drin", sagt Miriana Schnautz. Die Hoffnung gibt sie aber dennoch nicht auf. Auch wenn der Klassenerhalt nach aktueller Lage ein kleines Wunder wäre. 

TSV Altenwalde: Joy Stüven (im Tor), Silja Spinck (5), Lea Stammer (6), Lennja Peters, Jeanne Breuer (4), Kathrin Nieder, Sarah Giesche (1), Franziska Hunold (6), Feray Tokmak (1), Jasmin Weissbrodt (2). 

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