Souveräner Auftritt der Cuxhaven BasCats: Teamleistung führt zu deutlichem Sieg
Dominant, spielfreudig, souverän: Die Cuxhaven BasCats gewinnen deutlich mit 90:66 gegen die BTB Royals Oldenburg. Trainer Dennis Tiedemann kann früh rotieren - und sieht eine geschlossene Teamleistung, an der alle Spieler beteiligt sind.
Einen so entspannten Basketballabend hat BasCats-Trainer Dennis Tiedemann lange nicht mehr gehabt. Schon weit vor der Schlusssirene war die Partie der 2. Regionalliga entschieden. Am Ende ging es nur um die Höhe des Sieges - und darum, allen Spielern möglichst viel Einsatzzeit zu geben. Mit 90:66 bezwangen die Cuxhaven BasCats die BTB Royals Oldenburg. Ein Pflichtsieg, der für fröhliche Stimmung sorgte - auf und neben dem Parkett.
"Es ist sehr wichtig für mich, dass alle Spaß haben", sagte Tiedemann direkt nach dem Spiel. Damit meinte er vor allem seine Spieler. Alle elf standen mindestens elf Minuten auf dem Spielfeld. Und bis auf Youngster Tim Sander punkteten auch alle. "Es gab keinen Bruch bei den Auswechslungen. Das war gut", sagte der BasCats-Coach. Einzig in den Schlussminuten ließen die Cuxhavener im Gefühl des sicheren Sieges die letzte Konsequenz vermissen. Einkalkuliert. Tiedemann rotierte komplett durch. Die Starting Five saß lange Zeit auf der Bank und schaute sich das Ende des Spiels gut gelaunt und entspannt von draußen an. Eine Situation, die die BasCats in den vergangenen Wochen eher selten erlebten. Zu knapp waren die Spielstände, zu eng das personelle Aufgebot. An diesem Sonnabend gegen Oldenburg war es anders. "Die Spieler haben verstanden, dass sie von Anfang an Druck machen müssen und dann dranbleiben", sagte Dennis Tiedemann.

Ab Mitte des ersten Viertels setzten sie sich immer deutlicher ab, führten schon nach zehn Minuten mit zehn Punkten Vorsprung (28:18). Auch dank Rückkehrer Eddie Seward, der die ersten vier Punkte seiner Mannschaft erzielte und sowohl defensiv als auch offensiv unter den Körben aufräumte. "Eddie ist der Wahnsinn", sagte ein begeisterter Tiedemann nach dem Spiel. Denn der 47-Jährige zeigte einmal mehr, dass er auch in dem Alter noch ein Unterschiedsspieler sein kann. In den knapp 21 Spielminuten kam er auf satte 20 Punkte und sicherte sich unzählige Rebounds. Dabei hatte er stets ein Lächeln auf den Lippen. Seward genoss auch seinen zweiten Heimauftritt sichtlich. Diesmal stand er in der Startformation, zusammen mit Janes Griemsmann, Bakary Coulibali, Andreas Hasenkamm und Deon McDuffie. Spielmacher McDuffie war auch der einzige BasCats-Akteur, der fast durchgehend auf dem Spielfeld stand. Erst drei Minuten vor Schluss gönnte Tiedemann ihm eine Pause. McDuffie dankte es und war erneut bester Werfer seines Teams (23 Punkte). Bis zur Halbzeitpause wuchs der Vorsprung schon auf 51:33 an. Im dritten Viertel wurde es dann ganz deutlich. Auf bis zu 34 Punkte enteilten die BasCats ihren Gegnern, ehe die Partie in den letzten Spielminuten mehr oder weniger dahinplätscherte. Das tat der guten Laune aber einen Abbruch, denn nach 40 Minuten stand ein ungefährdeter 90:66-Heimsieg auf der Anzeigetafel, an dem alle elf Akteure ihren Anteil hatten. Neben den erfahrenen Spielern verdiente sich Janes Griemsmann ein Sonderlob seines Trainers: "Er hat einen super Job gemacht." Wie in der Woche zuvor auch. Die BasCats sind auf einem guten Weg. Ob es am Ende für den Aufstieg reicht, spielt für Tiedemann und Co. aktuell keine Rolle. "Wir schauen von Spiel zu Spiel", sagt er. Nächste Woche steht das nächste Heimspiel an. Dann empfangen die BasCats das noch punktlose Schlusslicht vom MTV Gifhorn in der Rundturnhalle. Alles andere als ein klarer Sieg, wäre eine große Überraschung.
Cuxhaven BasCats: Deon McDuffie (23 Punkte), Eddie Seward (20), Bakary Coulibali (13), Darron McDuffie (12), Andreas Hasenkamm (6), Janes Griemsmann (6), Bjarne Schwarze (4), Oliver Lüders (2), Jannes Koeppen (2), Rigo Ceballos Almone (2), Tim Sander.