Jana Meyer vom Reitverein Bülkau stellte sich auch der Herausforderung Steingarten. Sie landete beim Geländeritt auf Platz zehn und belegte auch in der Gesamtwertung inklusive Springen und Dressur den zehnten Platz. Foto: Unruh
Jana Meyer vom Reitverein Bülkau stellte sich auch der Herausforderung Steingarten. Sie landete beim Geländeritt auf Platz zehn und belegte auch in der Gesamtwertung inklusive Springen und Dressur den zehnten Platz. Foto: Unruh
Reitsport

Über Stock und Stein zum Kreismeistertitel

von Jan Unruh | 12.08.2026

Dressur und Springen am Vormittag, anspruchsvolle Geländeprüfungen am Nachmittag: Beim Turnier des RFV Börde Lamstedt wurde der Steingarten wieder zum Schauplatz besonderer Reitsportmomente.

Der Steingarten ist ein ganz besonderes Reitareal. Er ist einer der letzten Orte im Kreis Cuxhaven, an dem Pferd und Reiter in einem Wettbewerb über Stock und Stein springen können. Seit vielen Jahren organisiert der Reit- und Fahrverein Börde Lamstedt ein Turnier, bei dem die Vielseitigkeitsreiterinnen und -reiter im Mittelpunkt stehen. Während das Turnier am Vormittag auf dem Reitplatz traditionell mit den Dressur- und Springprüfungen begann, änderte sich am Nachmittag der Schauplatz. Gleich vier Geländeprüfungen standen im Steingarten an - inklusive der Kreismeisterschaften.

Für die Vereinsverantwortlichen ist es immer wieder eine Freude, aber auch eine Herausforderung, die Wege und Hindernisse in dem kleinen Waldstück auf Vordermann zu bringen. Darum kümmert sich schon seit Jahren Kevin Riggers mit vielen Helferinnen und Helfern. Auch in diesem Jahr haben er, Bernd Griemsmann und viele weitere Mitstreiter viele Arbeitsstunden investiert, um den Reiterinnen und Reitern perfekte Bedingungen zu schaffen. Neben der Gehölzpflege gehört vor allem auch das Bauen neuer Hindernisse dazu. Davon gab es in diesem Jahr insgesamt zehn. Auch der Parcours wird von Veranstaltung zu Veranstaltung und von Prüfung zu Prüfung angepasst. "Die Strecke ist super", freute sich auch Anna-Lena Degener. Sie ist selbst Teil des Vorstandes beim Reit- und Fahrverein Börde Lamstedt und gleichzeitig in die Organisation des Turnieres involviert. In diesem Jahr nahm sie aber auch aktiv am Renngeschehen teil. In dem Geländeritt der Klasse E war sie mit ihrem Wallach Condor P eine von 34 Startern - und am Ende ziemlich erfolgreich. Schon direkt nach ihrem Zieleinlauf strahlte sie auf dem Rücken des Pferdes. "Ich bin sehr zufrieden", sagte sie. Das konnte sie auch sein. Sie landete auf dem geteilten ersten Platz - zusammen mit Lisa Gorisek vom Reitverein Elmlohe-Marschkamp. Den Sieg beim Geländeritt der Klasse A sicherte sich ebenfalls eine Lokalmatadorin. Celine Riggers war auf Lotty Karotti die schnellste Reiterin auf dem anspruchsvollen Kurs. 

Lisa Gorisek vom Reitverein Elmlohe-Marschkamp teilte sich den Sieg im Geländeritt der Klasse E mit Lokalmatadorin Anna-Lena Degener. Foto: Unruh

Die Geländeritte waren ein Teil der Kreismeisterschaften, die ebenfalls im Rahmen des Turnieres ausgeritten wurden. Gewonnen hat, wer nach dem Springen, der Dressur und dem Geländeritt vorn lag. In der Klasse E ging der Titel an Michele Tillack vom Reitverein Heiligenrode. Zweite wurde Lidia Neng (RV Ihlienworth). In der Kombinationswertung der Klasse A durfte Viola Ahlf vom Reitverein Bülkau sich über den Gewinn der Kreismeisterschaft freuen. Platz zwei ging an Anna-Elisa Tofall (RV Zeven). Dritte wurde Alina Kristin Stolter vom Hadler Reitclub. "Es war ein tolles Wochenende", sagte Degener. Dafür sorgten auch die über 40 Helfer - ob am Verpflegungsstand oder als Hindernisrichter. Einer, der ebenfalls nicht wegzudenken ist, war erneut Siegfried Mett. Seit ganz vielen Jahren ist er Teil des Turnieres, fungierte in diesem Jahr als Ansager vor dem berüchtigten Wasserhindernis, und informierte die Zuschauer über Reiter und Pferd. Seine Lehrgänge haben in der Vergangenheit viele Reiterinnen und Reiter zur Vielseitigkeitsreiterei geführt. So auch Anna-Lena Degener. Sie nahm vor Jahren an einem Lehrgang von ihm teil. Seitdem liebt sie den Geländeritt. "Es ist einfach etwas ganz Besonderes", sagt sie. Am Ende blieb vor allem die Erkenntnis, warum der Steingarten für viele Reiterinnen und Reiter etwas Besonderes ist. Zwischen Wald, Wasser und Hindernissen geht es nicht nur um Sekunden und Platzierungen, sondern um Vertrauen zwischen Pferd und Mensch. Genau dieses besondere Gefühl macht den Geländeritt in Lamstedt jedes Jahr aufs Neue zu einem Erlebnis.

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Jan Unruh

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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