"Unvergesslicher Abend": Wie es für den Wingster Olympiasieger Lasse Lührs weitergeht
Lasse Lührs aus Wingst (Samtgemeinde Land Hadeln / Kreis Cuxhaven) hat Historisches geschafft: Er gewann mit der deutschen Triathlon-Mixed-Staffel bei Olympia 2024 in Paris Gold. Einen Tag nach dem Triumph blickt er zurück - und voraus.
Lasse Lührs aus der Wingst ist der erste männliche Goldmedaillengewinner bei Olympischen Spielen aus dem Landkreis Cuxhaven. Mit Tabea Kemme (Frauen-Fußball) gab es bereits eine Goldmedaillengewinnerin, Jochen Fraatz (Silbermedaille, Handball) und Gunnar Sauer (Bronzemedaille, Fußball) hießen bisher die weiteren Medaillengewinner. Zu diesem erlauchten Kreis gehört nun auch der 28-jährige Lasse Lührs, der froh war, gegen seinen direkten britischen Konkurrenten so gut mitgehalten zu haben.

Die Stunden nach dem grandiosen Olympia-Gold waren für die vier Aktiven ganz schön anstrengend. Interviews bei den öffentlich-rechtlichen TV-Sendern, bei Eurosport und anderen Medien. Alle Journalisten wollten ganz genau wissen, wie sich die Olympiasieger Laura Lindemann, Lisa Tertsch, Tim Hellwig und Lasse Lührs fühlen, was in ihnen vorgeht und wie sie selbst den goldenen Triathlon erlebt haben.

Dann ging es natürlich abends in das "Deutsche Haus", wo die Olympiasieger mit stehenden Ovationen begrüßt wurden. Mit dabei ist auch die Familie von Lasse Lührs - Mutter Anette, Vater Bernd, Schwester Nele mit ihrem Freund Malte, Freundin Lena mit ihrer Schwester Sina, Cousine Ellen Peter und Freundinnen und Freunde ließen die Olympiasieger hochleben.

"Ich habe mich so gefreut, diesen ganz besonderen Moment in meinem Leben mit meinem engsten persönlichen Umfeld verbringen zu dürfen. Ein unvergesslicher Abend mit vielen Emotionen", berichtet der Olympiasieger, den die Redaktion in Paris erreichen konnte.
Für Lasse Lührs aus Wingst ist in Paris ein Lebenstraum in Erfüllung gegangen
Der 28-Jährige wirkt auch am Telefon überglücklich, ein Lebenstraum ist in Erfüllung gegangen. Dass er der erste männliche Olympiasieger aus dem Landkreis Cuxhaven ist, war ihm so gar nicht bekannt. Aber auch diese Tatsache freut ihn, ebenso wie die unzähligen WhatsApp-Nachrichten, die ihn nach dem Triumph der Staffel aus Wingst und dem Landkreis Cuxhaven erreichten. "Wahnsinn. Viele haben hoffentlich Verständnis dafür, dass ich noch gar nicht alle Nachrichten lesen konnte. Ich hatte nach dem Sieg noch gar keine Zeit. Aber irgendwann werde ich ja dazu kommen. Und mich dann auch melden."

Wie geht es jetzt im Leben des frisch gebackenen Olympiasiegers weiter? "Die Planung ging ja nur bis gestern. Jetzt stehen nach der Rückkehr aus Paris erst einmal Gespräche mit meinem Trainerstab an. Mit Christoph Grosskopf, Dan Lorang und Physio David Cornely werde ich mich intensiv austauschen, denn alle Planungen waren auf das große Ziel Olympische Spiele in Paris ausgerichtet. Allerdings läuft die Weltmeisterschaftsserie ja noch und da werde ich Ende Oktober in Malaga am Start sein."

Ob er denn die Olympischen Spiele nun noch etwas genießen kann? "Ich bleibe bis Donnerstag in Paris im Olympischen Dorf, dann geht es wohl zurück nach Bonn, wo ich lebe. Gerne hätte ich an der Abschlussfeier teilgenommen, aber die Regeln des DOSB besagen klar, dass die deutschen Athletinnen und Athleten bis 72 Stunden nach ihrem Wettkampf das Dorf verlassen müssen. Aber vielleicht versuchen wir noch, eine Teilnahme an der Abschlussfeier hinzubekommen. Mal sehen."
