Stiftung Altenwalde: Reisessen als Zeichen der Solidarität
Mehr Blick für die guten Dinge entwickeln - auch das ist eines der Anliegen, wenn die Stiftung Altenwalde am kommenden Sonntag, 18. Februar, ihr Reisessen veranstaltet.
Cuxhaven. Für den kommenden Sonntag, 18. Februar, lädt die Stiftung Altenwalde erneut zu einem Reisessen ins evangelische Gemeindehaus ein. Es startet direkt im Anschluss an den um 10 Uhr beginnenden Gottesdienst. Die ganze Familie ist willkommen. Der Gottesdienst wird von Mitgliedern der Stiftung unter Leitung von Pastor Achim Wolf durchgeführt und - ebenso wie das Essen - durch den Posaunenchor und das Duo "Ebbe und Flut" musikalisch umrahmt.
Das Reisessen zu Beginn der Fastenzeit hat die Stiftung vor ein paar Jahren aus der Taufe gehoben, um auf Armut, Hunger und soziale Ungerechtigkeit aufmerksam zu machen. Zu essen gibt es nur Reis, Wasser und Saucen. So möchten die Initiatoren das Gefühl vermitteln, wie viele Menschen sich ausschließlich von Reis ernähren müssen und selbst dieser häufig fehlt. Es wird dafür um eine Spende etwa in Höhe eines sonntäglichen Essens mit der Familie im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten gebeten. Diese Spenden werden an das Diakonische Werk mit Zweckbestimmung übergeben.
Teil des Reisesses ist auch die Vergabe eines Stiftungspreises an verdiente Gruppen oder auch Einzelpersonen in der Gemeinde als Zeichen der Wertschätzung für das Ehrenamt. 2023 wurde die Gruppe des Sozialkaufhauses mit einem Essensgutschein geehrt.
Beim ersten Reisessen war gerade Haiti von den schlimmsten Wirbelstürmen seit Menschengedenken heimgesucht worden. Mit Bildern und Erfahrungsberichten von Mitarbeitern der Diakonie wurde die prekäre Situation vor Ort dargestellt. Nach der Corona-Pandemie ist die Veranstaltungsreihe im vergangenen Jahr wieder neu aufgenommen worden. Zum Thema Ukraine waren auch etliche Ukrainer mit ihren Familien beim Reisessen anwesend und konnten so von den schlimmen Lebensumständen in den Kriegsgebieten berichten. Auch für dieses Jahr hat die Stiftung dieses Schwerpunktthema gewählt, um damit die Menschen vor Ort weiter zu unterstützen.
Es soll aber auch eine weitere Facette in den Mittelpunkt gestellt werden: Dass es auch in einer angespannten Lage wie dieser viele erfolgreiche Projekte und Anlässe gibt, sich zu freuen. "Wir haben das Gefühl, dass die Menschen der vielen schlechten Nachrichten, die von überall auf uns einprasseln, überdrüssig geworden sind und es nicht mehr hören mögen. Wenn wir ehrlich sind, dann geht es uns manchmal auch so und wir würden sehr gerne den Knopf zum Abstellen finden", heißt es in der Ankündigung.
Lichtblicke finden sich schon
in der Nachbarschaft
Doch Lichtblicke fänden sich schon in nächster Umgebung: Das Sozialkaufhaus, um dass viele die Altenwalder beneiden, das funktionierende Gemeindewesen mit vielen Gruppen, das bunte Vereinsleben in Altenwalde. Dazu die Strände und die Küstenheide vor der Haustür - Landschaften, die viele andere nur genießen können, wenn sie viel Geld für nur eine Woche Urlaub in die Hand nehmen.
Die Stiftung weiter: "Das Leuchtturmprojekt ,Hammer - Das Bretterdorf' zählt im Sommer auch dazu. Viele Dinge laufen bei uns gut bis sehr gut. An der Verwaltungsspitze ist jemand, der zuhören kann und offen für jedermann ist. Welche Stadt dieser Größe kann das von sich behaupten?" Der größte Schatz Cuxhavens seien die Menschen, die hier lebte - ausdrücklich alle ohne Rücksicht auf Herkunft, Konfession oder Hautfarbe. Und so soll auch die Freude über ein buntes, lebendiges Altenwalde das diesjährige Reisessen begleiten.
