Anthropozän: Schülerkunst deckt menschliche Spuren im Wattenmeer auf
Im Wattenmeer-Besucherzentrum Cuxhaven präsentieren Schüler des Lichtenberg-Gymnasiums ihre Sicht auf die Welt: Landschaften, die vom Menschen gezeichnet sind. Eine Ausstellung, die zum Nachdenken über unsere Umwelt anregt.
Wie sieht eine Landschaft aus, an der der Mensch mitgemalt hat? Diese Frage haben sich die Neuntklässler des Lichtenberg-Gymnasiums gestellt und mit Pinsel und Farbe beantwortet. Ihre Antworten zeigt das Wattenmeer-Besucherzentrum Cuxhaven ab Montag, 5. Oktober, in der Ausstellung "Blick ins Anthropozän".
Der sperrige Begriff steht für ein Zeitalter, in dem der Mensch Natur, Klima und Umwelt prägt wie kaum eine andere Kraft. Im Kunstunterricht der Biosphärenschule hat jeder Schüler eine eigene Landschaft geschaffen. Manche Bilder zeigen die Folgen menschlichen Handelns ohne Umschweife, andere erzählen leiser davon und lassen dem Betrachter Raum. Einige wagen den Blick nach vorn und fragen, wie die Welt von morgen aussehen könnte.
Schülerinnen führen die Regie
Zusammengestellt hat die Schau keine Museumsfachkraft, sondern eine Gruppe von Schülerinnen aus den Klassen 6 bis 9. Sie haben die Werke ausgewählt und arrangiert. Wer wissen will, was die jungen Künstler antreibt, greift zum ausliegenden Katalog. Darin erklären sie, was sie mit ihren Bildern sagen wollen. So entsteht ein Mosaik persönlicher Sichtweisen, das zum Nachdenken über das Verhältnis von Mensch und Natur einlädt.
Bis Januar, ohne Eintritt
Eröffnet wird die Ausstellung am Montag um 18 Uhr im Wattenmeer-Besucherzentrum in Cuxhaven-Sahlenburg. Alle Interessierten sind willkommen. Danach hängen die Bilder bis Mittwoch, 6. Januar 2027, auf der Sonderausstellungsfläche im zweiten Obergeschoss. Der Eintritt ist frei. Eingeladen sind Cuxhavener und Gäste, Familien und Schulklassen gleichermaßen. (red/jp)
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